© HOV-BK e.V. 2017
Herzlich Willkommen
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Reichardtsdorf
Dezember 2017

Zur Geschichte des Ortes:

Lage des Ortes:

Kirche zu Reichardtsdorf:

Die   Dorfkirche   Reichardtsdorf   steht   im   Ortskern   auf   einem   kleinen   Hügel.   1414   wurde   der   Pfarrer   zu   Richerstorff    genannt,   so   dass   von   der Existenz   eines   Gotteshauses   ausgegangen   werden   kann.   Die   nächste   Kirche   wurde   im   16.   Jahrhundert   mit   einer   eigenen   Pfarrei   genannt. Bei einer Kirchenvisitation 1529 wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später   eine   dritte,   was   zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken   zu   schwer   für   den   Kirchturm waren,   so   dass   zunächst   der   Bau   eines   neuen   Turms   beschlossen   wurde.   Es   wurde   jedoch   ein   neues   Kirchengebäude   mit   Turm   auf einem   neu   gekauften   Grundstück   gebaut,   zu   dem   am   29.   Juni   1840   der   Grundstein   gelegt   wurde.   Am   13.   November   1843   wurde   der Kirchenbau im romanischen Stil mit einem stattlichen Turm auf der Westseite eingeweiht. Der    Begräbnisplatz    wurde    nördlich    der    Kirche    angelegt.    Am    6.    Dezember    1874    waren    der    Neubau    und    die    Neuanlage    des Begräbnisplatzes vollendet. Die Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709
Wenn   man   in   Bad   Köstritz   durch   die   Eleonoren-Straße   geht,   denkt   kaum   jemand   daran,   dass   sie   eine   einzige   Überbrückung   bildet,   unter   der der   Goldbach   in   Richtung   Mühlgraben   fließt.   Wandert   man   von   der   Stelle,   wo   im   Ort   der   kleine   Bach   „verschwindet“   eine   halbe   Stunde bachaufwärts,   so   gelangt   man   nach   Reichardtsdorf.   Das   Eleonoren-Tal   ist   eng,   zu   beiden   Seiten   wechseln   Wiesen,   Felder   und   Wälder.   Es ist ein herrlicher Weg. Die Häuser des Ortes stehen am Bach entlang und die Gemeinde zählt z.Z. ca. 117 Einwohner. Reichardtsdorf   soll   nach   einer   Sage   seinen   Namen   von   dem   ersten   Ansiedler   erhalten   haben,   dem   Schäfer   „Richardis“.   Er   hatte   im   12. Jahrhundert   die   Aufgabe,   500   Schafe   für   die   ungarische   Königin   Elisabeth   als   Geschenk   nach   Eisenach   zu   bringen.   Das   dauerte   ein   paar Jahre,   und   so   kam   er   auch   bei   seiner   Wanderung   durch   den   Goldgrund.   Weil   es   ihm   hier   gefiel   und   die   Schafe   sich   nach   dieser   langen   Zeit ziemlich   vermehrt   hatten,   ließ   er   sich   nach   der   Erledigung   seiner   Aufgabe   in   dieser   schönen   fruchtbaren   Gegend   nieder.   Weitere   Menschen siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine   kleine   Kirche.   Vieles   davon   wurde   im   30-jährigem   Krieg   vernichtet,   obwohl   die   Reste   des Gotteshauses   noch   vor   50   Jahren   zu   erkennen   waren.   Man   nannte   die   Siedlung   „Wüstenkirche“.   Die   Voigte   von   Weida   und   Plauen   hatten dem   Kloster   von   Lausnitz   großen   Schaden   zugefügt.   So   übereigneten   sie   1259   die   Kirche   und   die   Pfarrei   im   Raum   Reichardtsdorf   dem Kloster.   Auf   Anraten   desselben   kauften   in   der   Folgezeit   Pfarrer   aus   der   Umgebung   des   Klosters   Güter   in   Reichardtsdorf.   So   ging   der   Ort allmählich in den Besitz des Klosters „Mariastein“ in Lausnitz über. 1259   wurde   Reichardtsdorf   erstmals   urkundlich   erwähnt,   obwohl   das   Gebiet   bereits   in   der   Steinzeit   besiedelt   war.   Das   beweisen   Funde. Reichardtsdorf   gehörte   zum   wettinischen   Kreisamt   Eisenberg,   welches   aufgrund   mehrerer   Teilungen   im   Lauf   seines   Bestehens   unter   der Hoheit   verschiedener   Ernestinischer   Herzogtümer   stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem   Südteil   des   Kreisamts   Eisenberg   und   der   Stadt Eisenberg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Ab 1920 gehörte er zum Freistaat Thüringen. Noch   im   16.   Jahrhundert   besaß   die   Gemeinde   eine   eigene   Pfarrei   und   hatte   zwei   Filialien,   Grüna   und   Stübnitz.   Als   1559   der   hiesige   Pfarrer starb,   wurde   Reichardtsdorf   nach   Rüdersdorf   gewiesen.   Trotzdem   wuchs   das   Vermögen   der   Kirche   von   Jahr   zu   Jahr,   und   so   legte   man   1840   den   Grundstein   für   ein   neues   Gotteshaus,   dessen   Einweihung   am   13. November   1843   stattfand.   Die   Kirche   und   die   Schule   liegen   auf   einem   Hügel   und   sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer   eingefasst.   1841   zählte   die   Gemeinde   16   Häuser   einschließlich   der   Schule,   der   Rauchmühle und   des   Chausseehauses   (Gaststätte   „Blaues   Veilchen“)   und   75   Einwohner   in   12   Haushaltungen.   Der   Schulbau   ist   1855   errichtet   worden.   Bis   1800   besuchten   die   Kinder   die   Schule   in   Rüdersdorf.   Wegen   der Entfernung kaufte man im Ort ein altes Gebäude, richtete es als Schule ein und nahm 1831 wesentliche Reparaturen vor. Als es später abbrannte, entschloss man sich für einen Neubau: das heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch   des   Herzogs   Ernst   II.   von   Sachsen-Altenburg,   da   der   Ort   zu   Altenburg   gehörte.   1939   wurde   die   Schule   aufgelöst,   seit   dieser   Zeit   gehen   die   Kinder   zum Unterricht in die Köstritzer Schule.  Im Januar 1994 wurde Reichardtsdorf in Bad Köstritz eingemeindet. Olaf Ludwig , der erfolgreiche Radsportler, ist in diesem Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 
Reichardtsdorf (224 m ü.NN) liegt westlich von Bad Köstritz etwas abseits von der Landstraße 1075 von Bad Köstritz hinauf nach Bad Klosterlausnitz. Die Gemarkung des Dorfes liegt in einem kleinen Tal am Westhang der Elsterniederung. Danach folgen die Wälder um Tautenhain und etwas entfernter von Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia
Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in   das   Mittelalter   zurück.   Die   erste   offizielle   Nachricht   erscheint   in   der   Chronik   durch   einen   Streitfall   aus   dem   Jahre   1714.   In   einer   Gerichtsverhandlung   wurde der   „Reihenschank“   neu   festgelegt   und   zwar:   Auf   dem   Grund   und   Boden   von   Misselwitz   stand   ein   kleines   Brauhaus.   Es   durfte   weiterhin   den   Brauzins   erheben   und   hatte   zu   regeln,   dass   die   13   Familien   der   Reihe nach   8   Tage   brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken   durften.   1860   erwarb   Karl   Hotzelmann   den   „Reihenschank“   für   15   Taler.   Eine   neue   Konzessionsurkunde   des   Amtes   Roda   brachte   1866   eine   Neuregelung   für die   Schankkonzession.   Herr   Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung   zum   Brauen   und   Ausschänken   von   Getränken.   Durch   den   Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch   durch   die Studenten   des   Köstritzer   Settegast-Instituts   schien   die   Errichtung   eines   Gasthauses   durchaus   lohnend   und   angebracht.   So   ergriff   der   Schuhmachermeister   Franz   Plötner   1888   die   Initiative,   baute   am   Eingang   des Ortes   auf   einer   Wiese   ein   Haus   mit   einem   Gastraum   und   bewarb   sich   um   die   Schankrechte.   Das   Amt   in   Roda   stimmte   dem   unter   der   Bedingung   zu,   dass   er   in   nächster   Zeit   ein   neues   Gasthaus   errichten   würde.   So baute   Plötner   1891/92   ein   neues   Eigenheim   mit   zwei   Gasträumen   im   Parterre   und   im   Obergeschoss   einen   Tanzsaal.   Trotzdem   hatte   er   eine   Konkurrenz   mit   seinem   Gasthaus   „Zum   Eleonorental“:   das Chausseehaus „Blaues Veilchen“  an der Köstritz-Tautenhainer Straße, denn es steht nämlich auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude   am   Goldbach   schweren   Schaden   zu.   Mit   viel   Mühe   wurde   alles   wieder   aufgebaut.   Im   ersten   Obergeschoss   entstanden   aber   Fremdenzimmer   und   Wohnräume und gegenüber der Gaststätte als separates Gebäude ein kleiner Tanzsaal. Leider ist diese traditionsreiche Gaststätte zur Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold Es   wird   erzählt,   dass   man   im   Quellgebiet   des   Baches   vor   einigen   hundert   Jahren   kleine   Goldkörnchen   gefunden   hat,   die   kaum   beachtet   und   vielleicht   auch   als   Talisman   verschenkt   worden   sind.   Die   Kunde   aber lief schnell von Mund zu Mund und so wurden in den Kieselablagerungen des Quellgebiets kleinere Mengen Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken   Münzen   aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen   genannt,   ließ   er   solche   überall   aufkaufen:   auch   das   Gold,   was   hier   gefunden   worden   war.   Jahrhunderte später erzählte man sich hier folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner   vertraute   man   ein   Fass   mit   diesen   Münzen   an.   Als   Fuhrunternehmer   sollten   sie   es   nach   Berlin   transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt   des   Fasses   nicht   kannten. Unterwegs   stand   mitten   in   der   Nacht   der   eine   auf   und   schlug   den   Boden   aus   dem   Fass.   Der   andere   erwachte,   sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden   war   sofort   groß.   Sie   fingierten   einen   Überfall   und   erst beim   Verkauf   der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie   gestellt   und   verhaftet,   einer   in   Moabit,   der   andere   in   Eisenberg.   Und   das   Gold?   Sie   hatten   es   in   kleinen   Behältern   an   verschiedenen   Orten   versteckt;   doch   nicht alles wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren   durch   Munitionssprengungen   angrenzende   Wälder   total   verbrannt   und   mussten   gerodet   werden.   Bei   der   Wiederaufforstung   in   der   Nähe   von   Reichardtsdorf wurden Gräben gezogen und dabei stieß ein Arbeiter mit seiner Hacke auf einen Behälter mit Gold. Der Inhalt waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß
Herzlich Willkommen
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Reichardtsdorf
© HOV-BK e.V. 2017
Dezember 2017

Zur Geschichte des Ortes:

Wenn   man   in   Bad   Köstritz   durch   die   Eleonoren-Straße   geht,   denkt kaum   jemand   daran,   dass   sie   eine   einzige   Überbrückung   bildet,   unter der   der   Goldbach   in   Richtung   Mühlgraben   fließt.   Wandert   man   von der    Stelle,    wo    im    Ort    der    kleine    Bach    „verschwindet“    eine    halbe Stunde    bachaufwärts,    so    gelangt    man    nach    Reichardtsdorf.    Das Eleonoren-Tal   ist   eng,   zu   beiden   Seiten   wechseln   Wiesen,   Felder   und Wälder.   Es   ist   ein   herrlicher   Weg.   Die   Häuser   des   Ortes   stehen   am Bach entlang und die Gemeinde zählt z.Z. ca. 117 Einwohner. Reichardtsdorf   soll   nach   einer   Sage   seinen   Namen   von   dem   ersten Ansiedler   erhalten   haben,   dem   Schäfer   „Richardis“.   Er   hatte   im   12. Jahrhundert    die    Aufgabe,    500    Schafe    für    die    ungarische    Königin Elisabeth   als   Geschenk   nach   Eisenach   zu   bringen.   Das   dauerte   ein paar   Jahre,   und   so   kam   er   auch   bei   seiner   Wanderung   durch   den Goldgrund.   Weil   es   ihm   hier   gefiel   und   die   Schafe   sich   nach   dieser langen   Zeit   ziemlich   vermehrt   hatten,   ließ   er   sich   nach   der   Erledigung seiner   Aufgabe   in   dieser   schönen   fruchtbaren   Gegend   nieder.   Weitere Menschen   siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine   kleine   Kirche. Vieles   davon   wurde   im   30-jährigem   Krieg   vernichtet,   obwohl   die   Reste des    Gotteshauses    noch    vor    50    Jahren    zu    erkennen    waren.    Man nannte    die    Siedlung    „Wüstenkirche“.    Die    Voigte    von    Weida    und Plauen   hatten   dem   Kloster   von   Lausnitz   großen   Schaden   zugefügt. So   übereigneten   sie   1259   die   Kirche   und   die   Pfarrei   im   Raum   Reichardtsdorf   dem   Kloster.   Auf   Anraten   desselben   kauften   in   der   Folgezeit Pfarrer   aus   der   Umgebung   des   Klosters   Güter   in   Reichardtsdorf.   So   ging   der   Ort   allmählich   in   den   Besitz   des   Klosters   „Mariastein“   in   Lausnitz über. 1259   wurde   Reichardtsdorf   erstmals   urkundlich   erwähnt,   obwohl   das   Gebiet   bereits   in   der   Steinzeit   besiedelt   war.   Das   beweisen   Funde. Reichardtsdorf   gehörte   zum   wettinischen   Kreisamt   Eisenberg,   welches   aufgrund   mehrerer   Teilungen   im   Lauf   seines   Bestehens   unter   der Hoheit   verschiedener   Ernestinischer   Herzogtümer   stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem   Südteil   des   Kreisamts   Eisenberg   und   der   Stadt   Eisenberg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Ab 1920 gehörte er zum Freistaat Thüringen. Noch   im   16.   Jahrhundert   besaß   die   Gemeinde   eine   eigene   Pfarrei   und   hatte   zwei   Filialien,   Grüna   und   Stübnitz.   Als   1559   der   hiesige   Pfarrer starb,   wurde   Reichardtsdorf   nach   Rüdersdorf   gewiesen.   Trotzdem   wuchs   das   Vermögen   der   Kirche   von   Jahr   zu   Jahr,   und   so   legte   man   1840 den   Grundstein   für   ein   neues   Gotteshaus,   dessen   Einweihung   am   13.   November   1843   stattfand.   Die   Kirche   und   die   Schule   liegen   auf   einem Hügel   und   sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer   eingefasst.   1841   zählte   die   Gemeinde   16   Häuser   einschließlich   der   Schule,   der   Rauchmühle und   des   Chausseehauses   (Gaststätte   „Blaues   Veilchen“)   und   75   Einwohner   in   12   Haushaltungen.   Der   Schulbau   ist   1855   errichtet   worden.   Bis 1800   besuchten   die   Kinder   die   Schule   in   Rüdersdorf.   Wegen   der   Entfernung   kaufte   man   im   Ort   ein   altes   Gebäude,   richtete   es   als   Schule   ein und nahm 1831 wesentliche Reparaturen vor. Als es später abbrannte, entschloss man sich für einen Neubau: das heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch   des   Herzogs   Ernst   II.   von   Sachsen-Altenburg,   da   der   Ort   zu   Altenburg   gehörte.   1939 wurde die Schule aufgelöst, seit dieser Zeit gehen die Kinder zum Unterricht in die Köstritzer Schule.  Im    Januar    1994    wurde    Reichardtsdorf    in    Bad    Köstritz    eingemeindet.    Olaf    Ludwig ,    der    erfolgreiche    Radsportler,    ist    in    diesem    Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 

Lage des Ortes:

Reichardtsdorf    (224    m    ü.NN)    liegt    westlich    von    Bad    Köstritz    etwas    abseits    von    der    Landstraße    1075    von    Bad    Köstritz    hinauf    nach    Bad Klosterlausnitz.    Die    Gemarkung    des    Dorfes    liegt    in    einem    kleinen    Tal    am    Westhang    der    Elsterniederung.    Danach    folgen    die    Wälder    um Tautenhain und etwas entfernter von Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia

Kirche zu Reichardtsdorf:

Die   Dorfkirche   Reichardtsdorf   steht   im   Ortskern   auf   einem   kleinen Hügel.   1414   wurde   der   Pfarrer   zu   Richerstorff    genannt,   so   dass   von der    Existenz    eines    Gotteshauses    ausgegangen    werden    kann.    Die nächste   Kirche   wurde   im   16.   Jahrhundert   mit   einer   eigenen   Pfarrei genannt.    Bei    einer    Kirchenvisitation    1529    wurde    die    Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später   eine   dritte, was   zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken   zu   schwer   für   den   Kirchturm waren,   so   dass   zunächst   der   Bau   eines   neuen   Turms   beschlossen wurde.   Es   wurde   jedoch   ein   neues   Kirchengebäude   mit   Turm   auf einem   neu   gekauften   Grundstück   gebaut,   zu   dem   am   29.   Juni   1840 der    Grundstein    gelegt    wurde.    Am    13.    November    1843    wurde    der Kirchenbau   im   romanischen   Stil   mit   einem   stattlichen   Turm   auf   der Westseite eingeweiht. Der    Begräbnisplatz    wurde    nördlich    der    Kirche    angelegt.    Am    6. Dezember     1874     waren     der     Neubau     und     die     Neuanlage     des Begräbnisplatzes vollendet. Die Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in   das   Mittelalter   zurück.   Die   erste   offizielle   Nachricht   erscheint   in   der   Chronik   durch   einen Streitfall   aus   dem   Jahre   1714.   In   einer   Gerichtsverhandlung   wurde   der   „Reihenschank“   neu   festgelegt   und   zwar:   Auf   dem   Grund   und   Boden   von Misselwitz   stand   ein   kleines   Brauhaus.   Es   durfte   weiterhin   den   Brauzins   erheben   und   hatte   zu   regeln,   dass   die   13   Familien   der   Reihe   nach   8   Tage brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken   durften.   1860   erwarb   Karl   Hotzelmann   den   „Reihenschank“   für   15   Taler.   Eine   neue   Konzessionsurkunde des   Amtes   Roda   brachte   1866   eine   Neuregelung   für   die   Schankkonzession.   Herr   Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung   zum Brauen   und   Ausschänken   von   Getränken.   Durch   den   Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch   durch   die   Studenten   des   Köstritzer Settegast-Instituts   schien   die   Errichtung   eines   Gasthauses   durchaus   lohnend   und   angebracht.   So   ergriff   der   Schuhmachermeister   Franz   Plötner 1888   die   Initiative,   baute   am   Eingang   des   Ortes   auf   einer   Wiese   ein   Haus   mit   einem   Gastraum   und   bewarb   sich   um   die   Schankrechte.   Das   Amt   in Roda   stimmte   dem   unter   der   Bedingung   zu,   dass   er   in   nächster   Zeit   ein   neues   Gasthaus   errichten   würde.   So   baute   Plötner   1891/92   ein   neues Eigenheim   mit   zwei   Gasträumen   im   Parterre   und   im   Obergeschoss   einen   Tanzsaal.   Trotzdem   hatte   er   eine   Konkurrenz   mit   seinem   Gasthaus „Zum Eleonorental“: das Chausseehaus „Blaues Veilchen“  an der Köstritz-Tautenhainer Straße, denn es steht nämlich auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude   am   Goldbach   schweren   Schaden   zu.   Mit   viel   Mühe   wurde   alles   wieder   aufgebaut.   Im   ersten Obergeschoss entstanden aber Fremdenzimmer und Wohnräume und gegenüber der Gaststätte als separates Gebäude ein kleiner Tanzsaal. Leider ist diese traditionsreiche Gaststätte zur Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold  Es   wird   erzählt,   dass   man   im   Quellgebiet   des   Baches   vor   einigen   hundert   Jahren   kleine   Goldkörnchen   gefunden   hat,   die   kaum   beachtet   und vielleicht   auch   als   Talisman   verschenkt   worden   sind.   Die   Kunde   aber   lief   schnell   von   Mund   zu   Mund   und   so   wurden   in   den   Kieselablagerungen des Quellgebiets kleinere Mengen Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken   Münzen   aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen   genannt,   ließ   er   solche   überall aufkaufen: auch das Gold, was hier gefunden worden war. Jahrhunderte später erzählte man sich hier folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner   vertraute   man   ein   Fass   mit   diesen   Münzen   an.   Als   Fuhrunternehmer   sollten   sie   es   nach Berlin   transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt   des   Fasses   nicht   kannten.   Unterwegs   stand   mitten   in   der   Nacht   der   eine   auf   und   schlug   den   Boden aus   dem   Fass.   Der   andere   erwachte,   sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden   war   sofort   groß.   Sie   fingierten   einen   Überfall   und   erst   beim Verkauf   der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie   gestellt   und   verhaftet,   einer   in   Moabit,   der   andere   in   Eisenberg.   Und   das   Gold?   Sie   hatten   es   in kleinen Behältern an verschiedenen Orten versteckt; doch nicht alles wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren   durch   Munitionssprengungen   angrenzende   Wälder   total   verbrannt   und   mussten   gerodet werden.   Bei   der   Wiederaufforstung   in   der   Nähe   von   Reichardtsdorf   wurden   Gräben   gezogen   und   dabei   stieß   ein   Arbeiter   mit   seiner   Hacke   auf einen Behälter mit Gold. Der Inhalt waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709
Herzlich Willkommen
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Dezember 2017
Reichardtsdorf
© HOV-BK e.V. 2017

Zur Geschichte des Ortes:

Wenn    man    in    Bad    Köstritz    durch    die    Eleonoren-Straße geht,    denkt    kaum    jemand    daran,    dass    sie    eine    einzige Überbrückung   bildet,   unter   der   der   Goldbach   in   Richtung Mühlgraben   fließt.   Wandert   man   von   der   Stelle,   wo   im   Ort der     kleine     Bach     „verschwindet“     eine     halbe     Stunde bachaufwärts,   so   gelangt   man   nach   Reichardtsdorf.   Das Eleonoren-Tal   ist   eng,   zu   beiden   Seiten   wechseln   Wiesen, Felder   und   Wälder.   Es   ist   ein   herrlicher   Weg.   Die   Häuser des    Ortes    stehen    am    Bach    entlang    und    die    Gemeinde zählt z.Z. ca. 117 Einwohner. Reichardtsdorf   soll   nach   einer   Sage   seinen   Namen   von dem     ersten     Ansiedler     erhalten     haben,     dem     Schäfer „Richardis“.   Er   hatte   im   12.   Jahrhundert   die   Aufgabe,   500 Schafe   für   die   ungarische   Königin   Elisabeth   als   Geschenk nach   Eisenach   zu   bringen.   Das   dauerte   ein   paar   Jahre, und    so    kam    er    auch    bei    seiner    Wanderung    durch    den Goldgrund.   Weil   es   ihm   hier   gefiel   und   die   Schafe   sich nach   dieser   langen   Zeit   ziemlich   vermehrt   hatten,   ließ   er sich   nach   der   Erledigung   seiner   Aufgabe   in   dieser   schönen fruchtbaren   Gegend   nieder.   Weitere   Menschen   siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine   kleine   Kirche.   Vieles   davon   wurde im   30-jährigem   Krieg   vernichtet,   obwohl   die   Reste   des   Gotteshauses   noch   vor   50   Jahren   zu   erkennen   waren.   Man   nannte die   Siedlung   „Wüstenkirche“.   Die   Voigte   von   Weida   und   Plauen   hatten   dem   Kloster   von   Lausnitz   großen   Schaden   zugefügt. So   übereigneten   sie   1259   die   Kirche   und   die   Pfarrei   im   Raum   Reichardtsdorf   dem   Kloster.   Auf   Anraten   desselben   kauften   in der   Folgezeit   Pfarrer   aus   der   Umgebung   des   Klosters   Güter   in   Reichardtsdorf.   So   ging   der   Ort   allmählich   in   den   Besitz   des Klosters „Mariastein“ in Lausnitz über. 1259   wurde   Reichardtsdorf   erstmals   urkundlich   erwähnt,   obwohl   das   Gebiet   bereits   in   der   Steinzeit   besiedelt   war.   Das beweisen   Funde.   Reichardtsdorf   gehörte   zum   wettinischen   Kreisamt   Eisenberg,   welches   aufgrund   mehrerer   Teilungen   im Lauf   seines   Bestehens   unter   der   Hoheit   verschiedener   Ernestinischer   Herzogtümer   stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem   Südteil des   Kreisamts   Eisenberg   und   der   Stadt   Eisenberg   vom   Herzogtum   Sachsen-Gotha-Altenburg   zum   Herzogtum   Sachsen- Altenburg. Ab 1920 gehörte er zum Freistaat Thüringen. Noch   im   16.   Jahrhundert   besaß   die   Gemeinde   eine   eigene   Pfarrei   und   hatte   zwei   Filialien,   Grüna   und   Stübnitz.   Als   1559   der hiesige   Pfarrer   starb,   wurde   Reichardtsdorf   nach   Rüdersdorf   gewiesen.   Trotzdem   wuchs   das   Vermögen   der   Kirche   von   Jahr zu   Jahr,   und   so   legte   man   1840   den   Grundstein   für   ein   neues   Gotteshaus,   dessen   Einweihung   am   13.   November   1843 stattfand.   Die   Kirche   und   die   Schule   liegen   auf   einem   Hügel   und   sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer   eingefasst.   1841 zählte   die   Gemeinde   16   Häuser   einschließlich   der   Schule,   der   Rauchmühle   und   des   Chausseehauses   (Gaststätte   „Blaues Veilchen“)   und   75   Einwohner   in   12   Haushaltungen.   Der   Schulbau   ist   1855   errichtet   worden.   Bis   1800   besuchten   die   Kinder die   Schule   in   Rüdersdorf.   Wegen   der   Entfernung   kaufte   man   im   Ort   ein   altes   Gebäude,   richtete   es   als   Schule   ein   und   nahm 1831 wesentliche Reparaturen vor. Als es später abbrannte, entschloss man sich für einen Neubau: das heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch   des   Herzogs   Ernst   II.   von   Sachsen-Altenburg,   da   der   Ort   zu   Altenburg gehörte. 1939 wurde die Schule aufgelöst, seit dieser Zeit gehen die Kinder zum Unterricht in die Köstritzer Schule.  Im   Januar   1994   wurde   Reichardtsdorf   in   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Olaf   Ludwig ,   der   erfolgreiche   Radsportler,   ist   in   diesem Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 

Lage des Ortes:

Reichardtsdorf   (224   m   ü.NN)   liegt   westlich   von   Bad   Köstritz   etwas   abseits   von   der   Landstraße   1075   von   Bad   Köstritz   hinauf nach   Bad   Klosterlausnitz.   Die   Gemarkung   des   Dorfes   liegt   in   einem   kleinen   Tal   am   Westhang   der   Elsterniederung.   Danach folgen die Wälder um Tautenhain und etwas entfernter von Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia

Kirche zu Reichardtsdorf:

Die   Dorfkirche   Reichardtsdorf   steht   im   Ortskern   auf   einem kleinen    Hügel.    1414    wurde    der    Pfarrer    zu    Richerstorff   genannt,   so   dass   von   der   Existenz   eines   Gotteshauses ausgegangen   werden   kann.   Die   nächste   Kirche   wurde   im 16.    Jahrhundert    mit    einer    eigenen    Pfarrei    genannt.    Bei einer Kirchenvisitation 1529 wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später eine    dritte,    was    zur    Folge    hatte,    dass    die    Glocken    zu schwer   für   den   Kirchturm   waren,   so   dass   zunächst   der   Bau eines   neuen   Turms   beschlossen   wurde.   Es   wurde   jedoch ein    neues    Kirchengebäude    mit    Turm    auf    einem    neu gekauften   Grundstück   gebaut,   zu   dem   am   29.   Juni   1840 der    Grundstein    gelegt    wurde.    Am    13.    November    1843 wurde    der    Kirchenbau    im    romanischen    Stil    mit    einem stattlichen Turm auf der Westseite eingeweiht. Der   Begräbnisplatz   wurde   nördlich   der   Kirche   angelegt.   Am 6.   Dezember   1874   waren   der   Neubau   und   die   Neuanlage des     Begräbnisplatzes     vollendet.     Die     Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in   das   Mittelalter   zurück.   Die   erste   offizielle   Nachricht   erscheint   in   der Chronik   durch   einen   Streitfall   aus   dem   Jahre   1714.   In   einer   Gerichtsverhandlung   wurde   der   „Reihenschank“   neu   festgelegt und   zwar:   Auf   dem   Grund   und   Boden   von   Misselwitz   stand   ein   kleines   Brauhaus.   Es   durfte   weiterhin   den   Brauzins   erheben und   hatte   zu   regeln,   dass   die   13   Familien   der   Reihe   nach   8   Tage   brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken   durften.   1860 erwarb   Karl   Hotzelmann   den   „Reihenschank“   für   15   Taler.   Eine   neue   Konzessionsurkunde   des   Amtes   Roda   brachte   1866 eine   Neuregelung   für   die   Schankkonzession.   Herr   Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung   zum   Brauen   und Ausschänken   von   Getränken.   Durch   den   Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch   durch   die   Studenten   des Köstritzer   Settegast-Instituts   schien   die   Errichtung   eines   Gasthauses   durchaus   lohnend   und   angebracht.   So   ergriff   der Schuhmachermeister   Franz   Plötner   1888   die   Initiative,   baute   am   Eingang   des   Ortes   auf   einer   Wiese   ein   Haus   mit   einem Gastraum   und   bewarb   sich   um   die   Schankrechte.   Das   Amt   in   Roda   stimmte   dem   unter   der   Bedingung   zu,   dass   er   in   nächster Zeit   ein   neues   Gasthaus   errichten   würde.   So   baute   Plötner   1891/92   ein   neues   Eigenheim   mit   zwei   Gasträumen   im   Parterre und   im   Obergeschoss   einen   Tanzsaal.   Trotzdem   hatte   er   eine   Konkurrenz   mit   seinem   Gasthaus   „Zum   Eleonorental“:   das Chausseehaus „Blaues Veilchen“  an der Köstritz-Tautenhainer Straße, denn es steht nämlich auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude   am   Goldbach   schweren   Schaden   zu.   Mit   viel   Mühe   wurde   alles   wieder aufgebaut.   Im   ersten   Obergeschoss   entstanden   aber   Fremdenzimmer   und   Wohnräume   und   gegenüber   der   Gaststätte   als separates Gebäude ein kleiner Tanzsaal. Leider ist diese traditionsreiche Gaststätte zur Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold  Es   wird   erzählt,   dass   man   im   Quellgebiet   des   Baches   vor   einigen   hundert   Jahren   kleine   Goldkörnchen   gefunden   hat,   die kaum   beachtet   und   vielleicht   auch   als   Talisman   verschenkt   worden   sind.   Die   Kunde   aber   lief   schnell   von   Mund   zu   Mund   und so wurden in den Kieselablagerungen des Quellgebiets kleinere Mengen Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken   Münzen   aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen   genannt,   ließ   er solche   überall   aufkaufen:   auch   das   Gold,   was   hier   gefunden   worden   war.   Jahrhunderte   später   erzählte   man   sich   hier folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner   vertraute   man   ein   Fass   mit   diesen   Münzen   an.   Als   Fuhrunternehmer sollten   sie   es   nach   Berlin   transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt   des   Fasses   nicht   kannten.   Unterwegs   stand   mitten   in   der Nacht   der   eine   auf   und   schlug   den   Boden   aus   dem   Fass.   Der   andere   erwachte,   sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden war   sofort   groß.   Sie   fingierten   einen   Überfall   und   erst   beim   Verkauf   der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie   gestellt   und verhaftet,   einer   in   Moabit,   der   andere   in   Eisenberg.   Und   das   Gold?   Sie   hatten   es   in   kleinen   Behältern   an   verschiedenen Orten versteckt; doch nicht alles wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren   durch   Munitionssprengungen   angrenzende   Wälder   total   verbrannt   und mussten   gerodet   werden.   Bei   der   Wiederaufforstung   in   der   Nähe   von   Reichardtsdorf   wurden   Gräben   gezogen   und   dabei stieß ein Arbeiter mit seiner Hacke auf einen Behälter mit Gold. Der Inhalt waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709
Oktober 2017
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Reichardtsdorf
© HOV-BK e.V. 2017
Herzlich Willkommen
Dezember  2017

Zur Geschichte des Ortes:

Wenn   man   in   Bad   Köstritz   durch   die   Eleonoren-Straße   geht, denkt   kaum   jemand   daran,   dass   sie   eine   einzige   Überbrückung bildet,   unter   der   der   Goldbach   in   Richtung   Mühlgraben   fließt. Wandert    man    von    der    Stelle,    wo    im    Ort    der    kleine    Bach „verschwindet“    eine    halbe    Stunde    bachaufwärts,    so    gelangt man    nach    Reichardtsdorf.    Das    Eleonoren-Tal    ist    eng,    zu beiden   Seiten   wechseln   Wiesen,   Felder   und   Wälder.   Es   ist   ein herrlicher   Weg.   Die   Häuser   des   Ortes   stehen   am   Bach   entlang und die Gemeinde zählt z.Z. ca. 117 Einwohner. Reichardtsdorf   soll   nach   einer   Sage   seinen   Namen   von   dem ersten   Ansiedler   erhalten   haben,   dem   Schäfer   „Richardis“.   Er hatte    im    12.    Jahrhundert    die    Aufgabe,    500    Schafe    für    die ungarische   Königin   Elisabeth   als   Geschenk   nach   Eisenach   zu bringen.   Das   dauerte   ein   paar   Jahre,   und   so   kam   er   auch   bei seiner    Wanderung    durch    den    Goldgrund.    Weil    es    ihm    hier gefiel   und   die   Schafe   sich   nach   dieser   langen   Zeit   ziemlich vermehrt    hatten,    ließ    er    sich    nach    der    Erledigung    seiner Aufgabe   in   dieser   schönen   fruchtbaren   Gegend   nieder.   Weitere Menschen   siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine   kleine Kirche.   Vieles   davon   wurde   im   30-jährigem   Krieg   vernichtet, obwohl   die   Reste   des   Gotteshauses   noch   vor   50   Jahren   zu erkennen   waren.   Man   nannte   die   Siedlung   „Wüstenkirche“.   Die Voigte   von   Weida   und   Plauen   hatten   dem   Kloster   von   Lausnitz großen    Schaden    zugefügt.    So    übereigneten    sie    1259    die Kirche   und   die   Pfarrei   im   Raum   Reichardtsdorf   dem   Kloster. Auf   Anraten   desselben   kauften   in   der   Folgezeit   Pfarrer   aus   der Umgebung   des   Klosters   Güter   in   Reichardtsdorf.   So   ging   der Ort    allmählich    in    den    Besitz    des    Klosters    „Mariastein“    in Lausnitz über. 1259     wurde     Reichardtsdorf     erstmals     urkundlich     erwähnt, obwohl   das   Gebiet   bereits   in   der   Steinzeit   besiedelt   war.   Das beweisen    Funde.    Reichardtsdorf    gehörte    zum    wettinischen Kreisamt   Eisenberg,   welches   aufgrund   mehrerer   Teilungen   im Lauf     seines     Bestehens     unter     der     Hoheit     verschiedener Ernestinischer   Herzogtümer   stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem Südteil   des   Kreisamts   Eisenberg   und   der   Stadt   Eisenberg   vom Herzogtum       Sachsen-Gotha-Altenburg       zum       Herzogtum Sachsen-Altenburg.     Ab     1920     gehörte     er     zum     Freistaat Thüringen. Noch   im   16.   Jahrhundert   besaß   die   Gemeinde   eine   eigene Pfarrei   und   hatte   zwei   Filialien,   Grüna   und   Stübnitz.   Als   1559 der     hiesige     Pfarrer     starb,     wurde     Reichardtsdorf     nach Rüdersdorf    gewiesen.    Trotzdem    wuchs    das    Vermögen    der Kirche    von    Jahr    zu    Jahr,    und    so    legte    man    1840    den Grundstein   für   ein   neues   Gotteshaus,   dessen   Einweihung   am 13.   November   1843   stattfand.   Die   Kirche   und   die   Schule   liegen auf   einem   Hügel   und   sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer eingefasst.   1841   zählte   die   Gemeinde   16   Häuser   einschließlich der     Schule,     der     Rauchmühle     und     des     Chausseehauses (Gaststätte     „Blaues     Veilchen“)     und     75     Einwohner     in     12 Haushaltungen.   Der   Schulbau   ist   1855   errichtet   worden.   Bis 1800   besuchten   die   Kinder   die   Schule   in   Rüdersdorf.   Wegen der   Entfernung   kaufte   man   im   Ort   ein   altes   Gebäude,   richtete es   als   Schule   ein   und   nahm   1831   wesentliche   Reparaturen   vor. Als    es    später    abbrannte,    entschloss    man    sich    für    einen Neubau: das heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch   des Herzogs    Ernst    II.    von    Sachsen-Altenburg,    da    der    Ort    zu Altenburg    gehörte.    1939    wurde    die    Schule    aufgelöst,    seit dieser   Zeit   gehen   die   Kinder   zum   Unterricht   in   die   Köstritzer Schule.  Im     Januar     1994     wurde     Reichardtsdorf     in     Bad     Köstritz eingemeindet.   Olaf   Ludwig ,   der   erfolgreiche   Radsportler,   ist   in diesem Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 

Lage des Ortes:

Reichardtsdorf   (224   m   ü.NN)   liegt   westlich   von   Bad   Köstritz etwas   abseits   von   der   Landstraße   1075   von   Bad   Köstritz   hinauf nach   Bad   Klosterlausnitz.   Die   Gemarkung   des   Dorfes   liegt   in einem   kleinen   Tal   am   Westhang   der   Elsterniederung.   Danach folgen   die   Wälder   um   Tautenhain   und   etwas   entfernter   von   Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia

Kirche zu Reichardtsdorf:

Die    Dorfkirche    Reichardtsdorf    steht    im    Ortskern    auf    einem kleinen   Hügel.   1414   wurde   der   Pfarrer   zu   Richerstorff    genannt, so   dass   von   der   Existenz   eines   Gotteshauses   ausgegangen werden   kann.   Die   nächste   Kirche   wurde   im   16.   Jahrhundert   mit einer   eigenen   Pfarrei   genannt.   Bei   einer   Kirchenvisitation   1529 wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später eine   dritte,   was   zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken   zu   schwer für    den    Kirchturm    waren,    so    dass    zunächst    der    Bau    eines neuen   Turms   beschlossen   wurde.   Es   wurde   jedoch   ein   neues Kirchengebäude      mit      Turm      auf      einem      neu      gekauften Grundstück   gebaut,   zu   dem   am   29.   Juni   1840   der   Grundstein gelegt   wurde.   Am   13.   November   1843   wurde   der   Kirchenbau im    romanischen    Stil    mit    einem    stattlichen    Turm    auf    der Westseite eingeweiht. Der   Begräbnisplatz   wurde   nördlich   der   Kirche   angelegt.   Am   6. Dezember   1874   waren   der   Neubau   und   die   Neuanlage   des Begräbnisplatzes      vollendet.      Die      Vorgängerkirche      wurde abgerissen Quelle: Wikipedia

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in   das Mittelalter   zurück.   Die   erste   offizielle   Nachricht   erscheint   in   der Chronik   durch   einen   Streitfall   aus   dem   Jahre   1714.   In   einer Gerichtsverhandlung       wurde       der       „Reihenschank“       neu festgelegt     und     zwar:     Auf     dem     Grund     und     Boden     von Misselwitz   stand   ein   kleines   Brauhaus.   Es   durfte   weiterhin   den Brauzins   erheben   und   hatte   zu   regeln,   dass   die   13   Familien der   Reihe   nach   8   Tage   brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken durften.   1860   erwarb   Karl   Hotzelmann   den   „Reihenschank“   für 15   Taler.   Eine   neue   Konzessionsurkunde   des   Amtes   Roda brachte    1866    eine    Neuregelung    für    die    Schankkonzession. Herr   Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung zum    Brauen    und    Ausschänken    von    Getränken.    Durch    den Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch   durch   die Studenten     des     Köstritzer     Settegast-Instituts     schien     die Errichtung      eines      Gasthauses      durchaus      lohnend      und angebracht.   So   ergriff   der   Schuhmachermeister   Franz   Plötner 1888    die    Initiative,    baute    am    Eingang    des    Ortes    auf    einer Wiese   ein   Haus   mit   einem   Gastraum   und   bewarb   sich   um   die Schankrechte.    Das    Amt    in    Roda    stimmte    dem    unter    der Bedingung   zu,   dass   er   in   nächster   Zeit   ein   neues   Gasthaus errichten     würde.     So     baute     Plötner     1891/92     ein     neues Eigenheim     mit     zwei     Gasträumen     im     Parterre     und     im Obergeschoss     einen     Tanzsaal.     Trotzdem     hatte     er     eine Konkurrenz    mit    seinem    Gasthaus    „Zum    Eleonorental“:    das Chausseehaus      „Blaues      Veilchen“            an      der      Köstritz- Tautenhainer      Straße,      denn      es      steht      nämlich      auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude   am Goldbach   schweren   Schaden   zu.   Mit   viel   Mühe   wurde   alles wieder   aufgebaut.   Im   ersten   Obergeschoss   entstanden   aber Fremdenzimmer     und     Wohnräume     und     gegenüber     der Gaststätte als separates Gebäude ein kleiner Tanzsaal. Leider      ist      diese      traditionsreiche      Gaststätte      zur      Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold Es    wird    erzählt,    dass    man    im    Quellgebiet    des    Baches    vor einigen   hundert   Jahren   kleine   Goldkörnchen   gefunden   hat,   die kaum   beachtet   und   vielleicht   auch   als   Talisman   verschenkt worden   sind.   Die   Kunde   aber   lief   schnell   von   Mund   zu   Mund und   so   wurden   in   den   Kieselablagerungen   des   Quellgebiets kleinere Mengen Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken   Münzen aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen   genannt,   ließ er   solche   überall   aufkaufen:   auch   das   Gold,   was   hier   gefunden worden    war.    Jahrhunderte    später    erzählte    man    sich    hier folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner   vertraute man   ein   Fass   mit   diesen   Münzen   an.   Als   Fuhrunternehmer sollten   sie   es   nach   Berlin   transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt des    Fasses    nicht    kannten.    Unterwegs    stand    mitten    in    der Nacht   der   eine   auf   und   schlug   den   Boden   aus   dem   Fass.   Der andere   erwachte,   sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden war   sofort   groß.   Sie   fingierten   einen   Überfall   und   erst   beim Verkauf   der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie   gestellt   und verhaftet,   einer   in   Moabit,   der   andere   in   Eisenberg.   Und   das Gold?   Sie   hatten   es   in   kleinen   Behältern   an   verschiedenen Orten versteckt; doch nicht alles wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren   durch Munitionssprengungen    angrenzende    Wälder    total    verbrannt und   mussten   gerodet   werden.   Bei   der   Wiederaufforstung   in   der Nähe   von   Reichardtsdorf   wurden   Gräben   gezogen   und   dabei stieß   ein   Arbeiter   mit   seiner   Hacke   auf   einen   Behälter   mit   Gold. Der Inhalt waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709