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Herzlich Willkommen
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Reichardtsdorf

Zur Geschichte des Ortes:

Gleina in Bildern:

Wenn   man   in   Bad   Köstritz   durch   die   Eleonoren-Straße   geht,   denkt   kaum   jemand   daran,   dass   sie   eine   einzige   Überbrückung   bildet,   unter   der der   Goldbach   in   Richtung   Mühlgraben   fließt.   Wandert   man   von   der   Stelle,   wo   im   Ort   der   kleine   Bach   „verschwindet“   eine   halbe   Stunde bachaufwärts,   so   gelangt   man   nach   Reichardtsdorf.   Das   Eleonoren-Tal   ist   eng,   zu   beiden   Seiten   wechseln   Wiesen,   Felder   und   Wälder.   Es ist ein herrlicher Weg. Die Häuser des Ortes stehen am Bach entlang und die Gemeinde zählt z.Z. ca. 117 Einwohner. Reichardtsdorf   soll   nach   einer   Sage   seinen   Namen   von   dem   ersten   Ansiedler   erhalten   haben,   dem   Schäfer   „Richardis“.   Er   hatte   im   12. Jahrhundert   die   Aufgabe,   500   Schafe   für   die   ungarische   Königin   Elisabeth   als   Geschenk   nach   Eisenach   zu   bringen.   Das   dauerte   ein   paar Jahre,   und   so   kam   er   auch   bei   seiner   Wanderung   durch   den   Goldgrund.   Weil   es   ihm   hier   gefiel   und   die   Schafe   sich   nach   dieser   langen   Zeit ziemlich   vermehrt   hatten,   ließ   er   sich   nach   der   Erledigung   seiner   Aufgabe   in   dieser   schönen   fruchtbaren   Gegend   nieder.   Weitere   Menschen siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine   kleine   Kirche.   Vieles   davon   wurde   im   30-jährigem   Krieg   vernichtet,   obwohl   die   Reste   des Gotteshauses   noch   vor   50   Jahren   zu   erkennen   waren.   Man   nannte   die   Siedlung   „Wüstenkirche“.   Die   Voigte   von   Weida   und   Plauen   hatten dem   Kloster   von   Lausnitz   großen   Schaden   zugefügt.   So   übereigneten   sie   1259   die   Kirche   und   die   Pfarrei   im   Raum   Reichardtsdorf   dem Kloster.   Auf   Anraten   desselben   kauften   in   der   Folgezeit   Pfarrer   aus   der   Umgebung   des   Klosters   Güter   in   Reichardtsdorf.   So   ging   der   Ort allmählich in den Besitz des Klosters „Mariastein“ in Lausnitz über. 1259   wurde   Reichardtsdorf   erstmals   urkundlich   erwähnt,   obwohl   das   Gebiet   bereits   in   der   Steinzeit   besiedelt   war.   Das   beweisen   Funde. Reichardtsdorf   gehörte   zum   wettinischen   Kreisamt   Eisenberg,   welches   aufgrund   mehrerer   Teilungen   im   Lauf   seines   Bestehens   unter   der Hoheit   verschiedener   Ernestinischer   Herzogtümer   stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem   Südteil   des   Kreisamts   Eisenberg   und   der   Stadt Eisenberg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Ab 1920 gehörte er zum Freistaat Thüringen. Noch   im   16.   Jahrhundert   besaß   die   Gemeinde   eine   eigene   Pfarrei   und   hatte   zwei   Filialien,   Grüna   und   Stübnitz.   Als   1559   der   hiesige   Pfarrer starb,   wurde   Reichardtsdorf   nach   Rüdersdorf   gewiesen.   Trotzdem   wuchs   das   Vermögen   der   Kirche   von   Jahr   zu   Jahr,   und   so   legte   man   1840   den   Grundstein   für   ein   neues   Gotteshaus,   dessen   Einweihung   am   13. November   1843   stattfand.   Die   Kirche   und   die   Schule   liegen   auf   einem   Hügel   und   sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer   eingefasst.   1841   zählte   die   Gemeinde   16   Häuser   einschließlich   der   Schule,   der   Rauchmühle und   des   Chausseehauses   (Gaststätte   „Blaues   Veilchen“)   und   75   Einwohner   in   12   Haushaltungen.   Der   Schulbau   ist   1855   errichtet   worden.   Bis   1800   besuchten   die   Kinder   die   Schule   in   Rüdersdorf.   Wegen   der Entfernung kaufte man im Ort ein altes Gebäude, richtete es als Schule ein und nahm 1831 wesentliche Reparaturen vor. Als es später abbrannte, entschloss man sich für einen Neubau: das heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch   des   Herzogs   Ernst   II.   von   Sachsen-Altenburg,   da   der   Ort   zu   Altenburg   gehörte.   1939   wurde   die   Schule   aufgelöst,   seit   dieser   Zeit   gehen   die   Kinder   zum Unterricht in die Köstritzer Schule.  Im Januar 1994 wurde Reichardtsdorf in Bad Köstritz eingemeindet. Olaf Ludwig , der erfolgreiche Radsportler, ist in diesem Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 
Blick auf Reichardtsdorf
Reichardtsdorf (224 m ü.NN) liegt westlich von Bad Köstritz etwas abseits von der Landstraße 1075 von Bad Köstritz hinauf nach Bad Klosterlausnitz. Die Gemarkung des Dorfes liegt in einem kleinen Tal am Westhang der Elsterniederung. Danach folgen die Wälder um Tautenhain und etwas entfernter von Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia

Lage des Ortes:

Kirche zu Reichardtsdorf:

Die   Dorfkirche   Reichardtsdorf   steht   im   Ortskern   auf   einem   kleinen   Hügel.   1414   wurde   der   Pfarrer   zu   Richerstorff    genannt,   so   dass   von   der Existenz   eines   Gotteshauses   ausgegangen   werden   kann.   Die   nächste   Kirche   wurde   im   16.   Jahrhundert   mit   einer   eigenen   Pfarrei   genannt. Bei einer Kirchenvisitation 1529 wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später   eine   dritte,   was   zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken   zu   schwer   für   den   Kirchturm waren,   so   dass   zunächst   der   Bau   eines   neuen   Turms   beschlossen   wurde.   Es   wurde   jedoch   ein   neues   Kirchengebäude   mit   Turm   auf einem   neu   gekauften   Grundstück   gebaut,   zu   dem   am   29.   Juni   1840   der   Grundstein   gelegt   wurde.   Am   13.   November   1843   wurde   der Kirchenbau im romanischen Stil mit einem stattlichen Turm auf der Westseite eingeweiht. Der    Begräbnisplatz    wurde    nördlich    der    Kirche    angelegt.    Am    6.    Dezember    1874    waren    der    Neubau    und    die    Neuanlage    des Begräbnisplatzes vollendet. Die Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia
Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in   das   Mittelalter   zurück.   Die   erste   offizielle   Nachricht   erscheint   in   der   Chronik   durch   einen   Streitfall   aus   dem   Jahre   1714.   In   einer   Gerichtsverhandlung   wurde der   „Reihenschank“   neu   festgelegt   und   zwar:   Auf   dem   Grund   und   Boden   von   Misselwitz   stand   ein   kleines   Brauhaus.   Es   durfte   weiterhin   den   Brauzins   erheben   und   hatte   zu   regeln,   dass   die   13   Familien   der   Reihe nach   8   Tage   brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken   durften.   1860   erwarb   Karl   Hotzelmann   den   „Reihenschank“   für   15   Taler.   Eine   neue   Konzessionsurkunde   des   Amtes   Roda   brachte   1866   eine   Neuregelung   für die   Schankkonzession.   Herr   Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung   zum   Brauen   und   Ausschänken   von   Getränken.   Durch   den   Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch   durch   die Studenten   des   Köstritzer   Settegast-Instituts   schien   die   Errichtung   eines   Gasthauses   durchaus   lohnend   und   angebracht.   So   ergriff   der   Schuhmachermeister   Franz   Plötner   1888   die   Initiative,   baute   am   Eingang   des Ortes   auf   einer   Wiese   ein   Haus   mit   einem   Gastraum   und   bewarb   sich   um   die   Schankrechte.   Das   Amt   in   Roda   stimmte   dem   unter   der   Bedingung   zu,   dass   er   in   nächster   Zeit   ein   neues   Gasthaus   errichten   würde.   So baute   Plötner   1891/92   ein   neues   Eigenheim   mit   zwei   Gasträumen   im   Parterre   und   im   Obergeschoss   einen   Tanzsaal.   Trotzdem   hatte   er   eine   Konkurrenz   mit   seinem   Gasthaus   „Zum   Eleonorental“:   das Chausseehaus „Blaues Veilchen“  an der Köstritz-Tautenhainer Straße, denn es steht nämlich auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude   am   Goldbach   schweren   Schaden   zu.   Mit   viel   Mühe   wurde   alles   wieder   aufgebaut.   Im   ersten   Obergeschoss   entstanden   aber   Fremdenzimmer   und   Wohnräume und gegenüber der Gaststätte als separates Gebäude ein kleiner Tanzsaal. Leider ist diese traditionsreiche Gaststätte zur Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold Es   wird   erzählt,   dass   man   im   Quellgebiet   des   Baches   vor   einigen   hundert   Jahren   kleine   Goldkörnchen   gefunden   hat,   die   kaum   beachtet   und   vielleicht   auch   als   Talisman   verschenkt   worden   sind.   Die   Kunde   aber lief schnell von Mund zu Mund und so wurden in den Kieselablagerungen des Quellgebiets kleinere Mengen Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken   Münzen   aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen   genannt,   ließ   er   solche   überall   aufkaufen:   auch   das   Gold,   was   hier   gefunden   worden   war.   Jahrhunderte später erzählte man sich hier folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner   vertraute   man   ein   Fass   mit   diesen   Münzen   an.   Als   Fuhrunternehmer   sollten   sie   es   nach   Berlin   transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt   des   Fasses   nicht   kannten. Unterwegs   stand   mitten   in   der   Nacht   der   eine   auf   und   schlug   den   Boden   aus   dem   Fass.   Der   andere   erwachte,   sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden   war   sofort   groß.   Sie   fingierten   einen   Überfall   und   erst beim   Verkauf   der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie   gestellt   und   verhaftet,   einer   in   Moabit,   der   andere   in   Eisenberg.   Und   das   Gold?   Sie   hatten   es   in   kleinen   Behältern   an   verschiedenen   Orten   versteckt;   doch   nicht alles wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren   durch   Munitionssprengungen   angrenzende   Wälder   total   verbrannt   und   mussten   gerodet   werden.   Bei   der   Wiederaufforstung   in   der   Nähe   von   Reichardtsdorf wurden Gräben gezogen und dabei stieß ein Arbeiter mit seiner Hacke auf einen Behälter mit Gold. Der Inhalt waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709
Kirche in Reichardtsdorf
Herzlich Willkommen
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Reichardtsdorf
© HOV-BK e.V. 2018

Zur Geschichte des Ortes:

Wenn   man   in   Bad   Köstritz   durch   die   Eleonoren-Straße   geht,   denkt   kaum jemand    daran,    dass    sie    eine    einzige    Überbrückung    bildet,    unter    der    der Goldbach   in   Richtung   Mühlgraben   fließt.   Wandert   man   von   der   Stelle,   wo   im Ort    der    kleine    Bach    „verschwindet“    eine    halbe    Stunde    bachaufwärts,    so gelangt    man    nach    Reichardtsdorf.    Das    Eleonoren-Tal    ist    eng,    zu    beiden Seiten   wechseln   Wiesen,   Felder   und   Wälder.   Es   ist   ein   herrlicher   Weg.   Die Häuser   des   Ortes   stehen   am   Bach   entlang   und   die   Gemeinde   zählt   z.Z.   ca. 117 Einwohner. Reichardtsdorf   soll   nach   einer   Sage   seinen   Namen   von   dem   ersten   Ansiedler erhalten   haben,   dem   Schäfer   „Richardis“.   Er   hatte   im   12.   Jahrhundert   die Aufgabe,   500   Schafe   für   die   ungarische   Königin   Elisabeth   als   Geschenk   nach Eisenach   zu   bringen.   Das   dauerte   ein   paar   Jahre,   und   so   kam   er   auch   bei seiner   Wanderung   durch   den   Goldgrund.   Weil   es   ihm   hier   gefiel   und   die Schafe   sich   nach   dieser   langen   Zeit   ziemlich   vermehrt   hatten,   ließ   er   sich nach   der   Erledigung   seiner   Aufgabe   in   dieser   schönen   fruchtbaren   Gegend nieder.   Weitere   Menschen   siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine   kleine   Kirche.   Vieles   davon   wurde   im   30-jährigem   Krieg vernichtet,   obwohl   die   Reste   des   Gotteshauses   noch   vor   50   Jahren   zu   erkennen   waren.   Man   nannte   die   Siedlung   „Wüstenkirche“. Die   Voigte   von   Weida   und   Plauen   hatten   dem   Kloster   von   Lausnitz   großen   Schaden   zugefügt.   So   übereigneten   sie   1259   die Kirche   und   die   Pfarrei   im   Raum   Reichardtsdorf   dem   Kloster.   Auf   Anraten   desselben   kauften   in   der   Folgezeit   Pfarrer   aus   der Umgebung   des   Klosters   Güter   in   Reichardtsdorf.   So   ging   der   Ort   allmählich   in   den   Besitz   des   Klosters   „Mariastein“   in   Lausnitz über. 1259   wurde   Reichardtsdorf   erstmals   urkundlich   erwähnt,   obwohl   das   Gebiet   bereits   in   der   Steinzeit   besiedelt   war.   Das   beweisen Funde.   Reichardtsdorf   gehörte   zum   wettinischen   Kreisamt   Eisenberg,   welches   aufgrund   mehrerer   Teilungen   im   Lauf   seines Bestehens   unter   der   Hoheit   verschiedener   Ernestinischer   Herzogtümer   stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem   Südteil   des   Kreisamts Eisenberg   und   der   Stadt   Eisenberg   vom   Herzogtum   Sachsen-Gotha-Altenburg   zum   Herzogtum   Sachsen-Altenburg.   Ab   1920 gehörte er zum Freistaat Thüringen. Noch   im   16.   Jahrhundert   besaß   die   Gemeinde   eine   eigene   Pfarrei   und   hatte   zwei   Filialien,   Grüna   und   Stübnitz.   Als   1559   der hiesige   Pfarrer   starb,   wurde   Reichardtsdorf   nach   Rüdersdorf   gewiesen.   Trotzdem   wuchs   das   Vermögen   der   Kirche   von   Jahr   zu Jahr,   und   so   legte   man   1840   den   Grundstein   für   ein   neues   Gotteshaus,   dessen   Einweihung   am   13.   November   1843   stattfand.   Die Kirche   und   die   Schule   liegen   auf   einem   Hügel   und   sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer   eingefasst.   1841   zählte   die   Gemeinde   16 Häuser   einschließlich   der   Schule,   der   Rauchmühle   und   des   Chausseehauses   (Gaststätte   „Blaues   Veilchen“)   und   75   Einwohner   in 12   Haushaltungen.   Der   Schulbau   ist   1855   errichtet   worden.   Bis   1800   besuchten   die   Kinder   die   Schule   in   Rüdersdorf.   Wegen   der Entfernung   kaufte   man   im   Ort   ein   altes   Gebäude,   richtete   es   als   Schule   ein   und   nahm   1831   wesentliche   Reparaturen   vor.   Als   es später abbrannte, entschloss man sich für einen Neubau: das heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch   des   Herzogs   Ernst   II.   von   Sachsen-Altenburg,   da   der   Ort   zu   Altenburg gehörte. 1939 wurde die Schule aufgelöst, seit dieser Zeit gehen die Kinder zum Unterricht in die Köstritzer Schule.  Im   Januar   1994   wurde   Reichardtsdorf   in   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Olaf   Ludwig ,   der   erfolgreiche   Radsportler,   ist   in   diesem   Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 
Blick auf Reichardtsdorf
Reichardtsdorf (224 m ü.NN) liegt westlich von Bad Köstritz etwas abseits von der Landstraße 1075 von Bad Köstritz hinauf nach Bad Klosterlausnitz. Die Gemarkung des Dorfes liegt in einem kleinen Tal am Westhang der Elsterniederung. Danach folgen die Wälder um Tautenhain und etwas entfernter von Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia

Lage des Ortes:

Die   Dorfkirche   Reichardtsdorf   steht   im   Ortskern   auf   einem   kleinen   Hügel. 1414   wurde   der   Pfarrer   zu   Richerstorff    genannt,   so   dass   von   der   Existenz eines   Gotteshauses   ausgegangen   werden   kann.   Die   nächste   Kirche   wurde im     16.     Jahrhundert     mit     einer     eigenen     Pfarrei     genannt.     Bei     einer Kirchenvisitation 1529 wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später   eine   dritte,   was zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken   zu   schwer   für   den   Kirchturm   waren,   so dass   zunächst   der   Bau   eines   neuen   Turms   beschlossen   wurde.   Es   wurde jedoch    ein    neues    Kirchengebäude    mit    Turm    auf    einem    neu    gekauften Grundstück   gebaut,   zu   dem   am   29.   Juni   1840   der   Grundstein   gelegt   wurde. Am   13.   November   1843   wurde   der   Kirchenbau   im   romanischen   Stil   mit einem stattlichen Turm auf der Westseite eingeweiht. Der   Begräbnisplatz   wurde   nördlich   der   Kirche   angelegt.   Am   6.   Dezember 1874   waren   der   Neubau   und   die   Neuanlage   des   Begräbnisplatzes   vollendet. Die Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia

Kirche zu Reichardtsdorf:

Kirche in Reichardtsdorf
Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in   das   Mittelalter   zurück.   Die   erste   offizielle   Nachricht   erscheint   in   der Chronik   durch   einen   Streitfall   aus   dem   Jahre   1714.   In   einer   Gerichtsverhandlung   wurde   der   „Reihenschank“   neu   festgelegt   und zwar:   Auf   dem   Grund   und   Boden   von   Misselwitz   stand   ein   kleines   Brauhaus.   Es   durfte   weiterhin   den   Brauzins   erheben   und   hatte zu   regeln,   dass   die   13   Familien   der   Reihe   nach   8   Tage   brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken   durften.   1860   erwarb   Karl Hotzelmann   den   „Reihenschank“   für   15   Taler.   Eine   neue   Konzessionsurkunde   des   Amtes   Roda   brachte   1866   eine   Neuregelung für   die   Schankkonzession.   Herr   Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung   zum   Brauen   und   Ausschänken   von Getränken.   Durch   den   Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch   durch   die   Studenten   des   Köstritzer   Settegast-Instituts schien   die   Errichtung   eines   Gasthauses   durchaus   lohnend   und   angebracht.   So   ergriff   der   Schuhmachermeister   Franz   Plötner   1888 die   Initiative,   baute   am   Eingang   des   Ortes   auf   einer   Wiese   ein   Haus   mit   einem   Gastraum   und   bewarb   sich   um   die   Schankrechte. Das   Amt   in   Roda   stimmte   dem   unter   der   Bedingung   zu,   dass   er   in   nächster   Zeit   ein   neues   Gasthaus   errichten   würde.   So   baute Plötner   1891/92   ein   neues   Eigenheim   mit   zwei   Gasträumen   im   Parterre   und   im   Obergeschoss   einen   Tanzsaal.   Trotzdem   hatte   er eine   Konkurrenz   mit   seinem   Gasthaus   „Zum   Eleonorental“:   das   Chausseehaus   „Blaues   Veilchen“      an   der   Köstritz-Tautenhainer Straße, denn es steht nämlich auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude   am   Goldbach   schweren   Schaden   zu.   Mit   viel   Mühe   wurde   alles   wieder aufgebaut.    Im    ersten    Obergeschoss    entstanden    aber    Fremdenzimmer    und    Wohnräume    und    gegenüber    der    Gaststätte    als separates Gebäude ein kleiner Tanzsaal. Leider ist diese traditionsreiche Gaststätte zur Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold Es   wird   erzählt,   dass   man   im   Quellgebiet   des   Baches   vor   einigen   hundert   Jahren   kleine   Goldkörnchen   gefunden   hat,   die   kaum beachtet   und   vielleicht   auch   als   Talisman   verschenkt   worden   sind.   Die   Kunde   aber   lief   schnell   von   Mund   zu   Mund   und   so   wurden in den Kieselablagerungen des Quellgebiets kleinere Mengen Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken   Münzen   aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen   genannt,   ließ   er solche   überall   aufkaufen:   auch   das   Gold,   was   hier   gefunden   worden   war.   Jahrhunderte   später   erzählte   man   sich   hier   folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner   vertraute   man   ein   Fass   mit   diesen   Münzen   an.   Als   Fuhrunternehmer   sollten sie   es   nach   Berlin   transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt   des   Fasses   nicht   kannten.   Unterwegs   stand   mitten   in   der   Nacht   der   eine auf   und   schlug   den   Boden   aus   dem   Fass.   Der   andere   erwachte,   sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden   war   sofort   groß.   Sie fingierten   einen   Überfall   und   erst   beim   Verkauf   der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie   gestellt   und   verhaftet,   einer   in   Moabit,   der andere   in   Eisenberg.   Und   das   Gold?   Sie   hatten   es   in   kleinen   Behältern   an   verschiedenen   Orten   versteckt;   doch   nicht   alles   wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren   durch   Munitionssprengungen   angrenzende   Wälder   total   verbrannt   und mussten   gerodet   werden.   Bei   der   Wiederaufforstung   in   der   Nähe   von   Reichardtsdorf   wurden   Gräben   gezogen   und   dabei   stieß   ein Arbeiter mit seiner Hacke auf einen Behälter mit Gold. Der Inhalt waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709
Herzlich Willkommen
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Reichardtsdorf
© HOV-BK e.V. 2018

Zur Geschichte des Ortes:

Wenn    man    in    Bad    Köstritz    durch    die    Eleonoren-Straße geht,    denkt    kaum    jemand    daran,    dass    sie    eine    einzige Überbrückung   bildet,   unter   der   der   Goldbach   in   Richtung Mühlgraben   fließt.   Wandert   man   von   der   Stelle,   wo   im   Ort der     kleine     Bach     „verschwindet“     eine     halbe     Stunde bachaufwärts,    so    gelangt    man    nach    Reichardtsdorf.    Das Eleonoren-Tal   ist   eng,   zu   beiden   Seiten   wechseln   Wiesen, Felder   und   Wälder.   Es   ist   ein   herrlicher   Weg.   Die   Häuser des   Ortes   stehen   am   Bach   entlang   und   die   Gemeinde   zählt z.Z. ca. 117 Einwohner. Reichardtsdorf    soll    nach    einer    Sage    seinen    Namen    von dem     ersten     Ansiedler     erhalten     haben,     dem     Schäfer „Richardis“.   Er   hatte   im   12.   Jahrhundert   die   Aufgabe,   500 Schafe   für   die   ungarische   Königin   Elisabeth   als   Geschenk   nach   Eisenach   zu   bringen.   Das   dauerte   ein   paar Jahre,   und   so   kam   er   auch   bei   seiner   Wanderung   durch   den   Goldgrund.   Weil   es   ihm   hier   gefiel   und   die   Schafe sich   nach   dieser   langen   Zeit   ziemlich   vermehrt   hatten,   ließ   er   sich   nach   der   Erledigung   seiner   Aufgabe   in   dieser schönen   fruchtbaren   Gegend   nieder.   Weitere   Menschen   siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine   kleine Kirche.   Vieles   davon   wurde   im   30-jährigem   Krieg   vernichtet,   obwohl   die   Reste   des   Gotteshauses   noch   vor   50 Jahren   zu   erkennen   waren.   Man   nannte   die   Siedlung   „Wüstenkirche“.   Die   Voigte   von   Weida   und   Plauen   hatten dem   Kloster   von   Lausnitz   großen   Schaden   zugefügt.   So   übereigneten   sie   1259   die   Kirche   und   die   Pfarrei   im Raum   Reichardtsdorf   dem   Kloster.   Auf   Anraten   desselben   kauften   in   der   Folgezeit   Pfarrer   aus   der   Umgebung des   Klosters   Güter   in   Reichardtsdorf.   So   ging   der   Ort   allmählich   in   den   Besitz   des   Klosters   „Mariastein“   in Lausnitz über. 1259   wurde   Reichardtsdorf   erstmals   urkundlich   erwähnt,   obwohl   das   Gebiet   bereits   in   der   Steinzeit   besiedelt war.   Das   beweisen   Funde.   Reichardtsdorf   gehörte   zum   wettinischen   Kreisamt   Eisenberg,   welches   aufgrund mehrerer   Teilungen   im   Lauf   seines   Bestehens   unter   der   Hoheit   verschiedener   Ernestinischer   Herzogtümer stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem   Südteil   des   Kreisamts   Eisenberg   und   der   Stadt   Eisenberg   vom   Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Ab 1920 gehörte er zum Freistaat Thüringen. Noch   im   16.   Jahrhundert   besaß   die   Gemeinde   eine   eigene   Pfarrei   und   hatte   zwei   Filialien,   Grüna   und   Stübnitz. Als   1559   der   hiesige   Pfarrer   starb,   wurde   Reichardtsdorf   nach   Rüdersdorf   gewiesen.   Trotzdem   wuchs   das Vermögen   der   Kirche   von   Jahr   zu   Jahr,   und   so   legte   man   1840   den   Grundstein   für   ein   neues   Gotteshaus, dessen   Einweihung   am   13.   November   1843   stattfand.   Die   Kirche   und   die   Schule   liegen   auf   einem   Hügel   und sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer   eingefasst.   1841   zählte   die   Gemeinde   16   Häuser   einschließlich   der Schule,   der   Rauchmühle   und   des   Chausseehauses   (Gaststätte   „Blaues   Veilchen“)   und   75   Einwohner   in   12 Haushaltungen.    Der    Schulbau    ist    1855    errichtet    worden.    Bis    1800    besuchten    die    Kinder    die    Schule    in Rüdersdorf.   Wegen   der   Entfernung   kaufte   man   im   Ort   ein   altes   Gebäude,   richtete   es   als   Schule   ein   und   nahm 1831   wesentliche   Reparaturen   vor.   Als   es   später   abbrannte,   entschloss   man   sich   für   einen   Neubau:   das   heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch   des   Herzogs   Ernst   II.   von   Sachsen-Altenburg,   da   der   Ort zu   Altenburg   gehörte.   1939   wurde   die   Schule   aufgelöst,   seit   dieser   Zeit   gehen   die   Kinder   zum   Unterricht   in   die Köstritzer Schule.  Im   Januar   1994   wurde   Reichardtsdorf   in   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Olaf   Ludwig ,   der   erfolgreiche   Radsportler, ist in diesem Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 
Blick auf Reichardtsdorf
Reichardtsdorf (224 m ü.NN) liegt westlich von Bad Köstritz etwas abseits von der Landstraße 1075 von Bad Köstritz hinauf nach Bad Klosterlausnitz. Die Gemarkung des Dorfes liegt in einem kleinen Tal am Westhang der Elsterniederung. Danach folgen die Wälder um Tautenhain und etwas entfernter von Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia

Lage des Ortes:

Kirche zu Reichardtsdorf:

Die   Dorfkirche   Reichardtsdorf   steht   im   Ortskern   auf   einem kleinen    Hügel.    1414    wurde    der    Pfarrer    zu    Richerstorff   genannt,    so    dass    von    der    Existenz    eines    Gotteshauses ausgegangen   werden   kann.   Die   nächste   Kirche   wurde   im 16.   Jahrhundert   mit   einer   eigenen   Pfarrei   genannt.   Bei   einer Kirchenvisitation 1529 wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später eine   dritte,   was   zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken   zu   schwer für   den   Kirchturm   waren,   so   dass   zunächst   der   Bau   eines neuen    Turms    beschlossen    wurde.    Es    wurde    jedoch    ein neues   Kirchengebäude   mit   Turm   auf   einem   neu   gekauften Grundstück     gebaut,     zu     dem     am     29.     Juni     1840     der Grundstein   gelegt   wurde.   Am   13.   November   1843   wurde   der Kirchenbau   im   romanischen   Stil   mit   einem   stattlichen   Turm auf der Westseite eingeweiht. Der   Begräbnisplatz   wurde   nördlich   der   Kirche   angelegt.   Am   6.   Dezember   1874   waren   der   Neubau   und   die Neuanlage des Begräbnisplatzes vollendet. Die Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia
Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in   das   Mittelalter   zurück.   Die   erste   offizielle   Nachricht erscheint   in   der   Chronik   durch   einen   Streitfall   aus   dem   Jahre   1714.   In   einer   Gerichtsverhandlung   wurde   der „Reihenschank“   neu   festgelegt   und   zwar:   Auf   dem   Grund   und   Boden   von   Misselwitz   stand   ein   kleines   Brauhaus. Es   durfte   weiterhin   den   Brauzins   erheben   und   hatte   zu   regeln,   dass   die   13   Familien   der   Reihe   nach   8   Tage brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken   durften.   1860   erwarb   Karl   Hotzelmann   den   „Reihenschank“   für   15   Taler. Eine   neue   Konzessionsurkunde   des   Amtes   Roda   brachte   1866   eine   Neuregelung   für   die   Schankkonzession. Herr   Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung   zum   Brauen   und   Ausschänken   von   Getränken. Durch   den   Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch   durch   die   Studenten   des   Köstritzer   Settegast- Instituts     schien     die     Errichtung     eines     Gasthauses     durchaus     lohnend     und     angebracht.     So     ergriff     der Schuhmachermeister   Franz   Plötner   1888   die   Initiative,   baute   am   Eingang   des   Ortes   auf   einer   Wiese   ein   Haus mit   einem   Gastraum   und   bewarb   sich   um   die   Schankrechte.   Das   Amt   in   Roda   stimmte   dem   unter   der   Bedingung zu,   dass   er   in   nächster   Zeit   ein   neues   Gasthaus   errichten   würde.   So   baute   Plötner   1891/92   ein   neues   Eigenheim mit   zwei   Gasträumen   im   Parterre   und   im   Obergeschoss   einen   Tanzsaal.   Trotzdem   hatte   er   eine   Konkurrenz   mit seinem   Gasthaus   „Zum   Eleonorental“:   das   Chausseehaus   „Blaues   Veilchen“      an   der   Köstritz-Tautenhainer Straße, denn es steht nämlich auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude   am   Goldbach   schweren   Schaden   zu.   Mit   viel   Mühe   wurde alles    wieder    aufgebaut.    Im    ersten    Obergeschoss    entstanden    aber    Fremdenzimmer    und    Wohnräume    und gegenüber der Gaststätte als separates Gebäude ein kleiner Tanzsaal. Leider ist diese traditionsreiche Gaststätte zur Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold Es   wird   erzählt,   dass   man   im   Quellgebiet   des   Baches   vor   einigen   hundert   Jahren   kleine   Goldkörnchen   gefunden hat,   die   kaum   beachtet   und   vielleicht   auch   als   Talisman   verschenkt   worden   sind.   Die   Kunde   aber   lief   schnell   von Mund    zu    Mund    und    so    wurden    in    den    Kieselablagerungen    des    Quellgebiets    kleinere    Mengen    Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken   Münzen   aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen genannt,   ließ   er   solche   überall   aufkaufen:   auch   das   Gold,   was   hier   gefunden   worden   war.   Jahrhunderte   später erzählte man sich hier folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner   vertraute   man   ein   Fass   mit   diesen   Münzen   an.   Als Fuhrunternehmer   sollten   sie   es   nach   Berlin   transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt   des   Fasses   nicht   kannten. Unterwegs   stand   mitten   in   der   Nacht   der   eine   auf   und   schlug   den   Boden   aus   dem   Fass.   Der   andere   erwachte, sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden   war   sofort   groß.   Sie   fingierten   einen   Überfall   und   erst   beim   Verkauf der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie   gestellt   und   verhaftet,   einer   in   Moabit,   der   andere   in   Eisenberg.   Und   das Gold? Sie hatten es in kleinen Behältern an verschiedenen Orten versteckt; doch nicht alles wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren   durch   Munitionssprengungen   angrenzende   Wälder   total verbrannt   und   mussten   gerodet   werden.   Bei   der   Wiederaufforstung   in   der   Nähe   von   Reichardtsdorf   wurden Gräben   gezogen   und   dabei   stieß   ein   Arbeiter   mit   seiner   Hacke   auf   einen   Behälter   mit   Gold.   Der   Inhalt   waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709
Die   Dorfkirche   Reichardtsdorf   steht   im   Ortskern   auf   einem kleinen    Hügel.    1414    wurde    der    Pfarrer    zu    Richerstorff   genannt,    so    dass    von    der    Existenz    eines    Gotteshauses ausgegangen   werden   kann.   Die   nächste   Kirche   wurde   im 16.   Jahrhundert   mit   einer   eigenen   Pfarrei   genannt.   Bei   einer Kirchenvisitation 1529 wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822   besaß   die   Dorfkirche   zwei   Glocken   und   erhielt   später eine   dritte,   was   zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken   zu   schwer für   den   Kirchturm   waren,   so   dass   zunächst   der   Bau   eines neuen    Turms    beschlossen    wurde.    Es    wurde    jedoch    ein neues   Kirchengebäude   mit   Turm   auf   einem   neu   gekauften Grundstück     gebaut,     zu     dem     am     29.     Juni     1840     der Grundstein   gelegt   wurde.   Am   13.   November   1843   wurde   der Kirchenbau   im   romanischen   Stil   mit   einem   stattlichen   Turm auf der Westseite eingeweiht. Der   Begräbnisplatz   wurde   nördlich   der   Kirche   angelegt.   Am   6.   Dezember   1874   waren   der   Neubau   und   die Neuanlage des Begräbnisplatzes vollendet. Die Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia
Kirche in Reichardtsdorf
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Reichardtsdorf
© HOV-BK e.V. 2017
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Zur Geschichte des Ortes:

Blick auf Reichardtsdorf
Wenn   man   in   Bad   Köstritz   durch   die   Eleonoren-Straße geht,   denkt   kaum   jemand   daran,   dass   sie   eine   einzige Überbrückung     bildet,     unter     der     der     Goldbach     in Richtung    Mühlgraben    fließt.    Wandert    man    von    der Stelle,   wo   im   Ort   der   kleine   Bach   „verschwindet“   eine halbe    Stunde    bachaufwärts,    so    gelangt    man    nach Reichardtsdorf.   Das   Eleonoren-Tal   ist   eng,   zu   beiden Seiten   wechseln   Wiesen,   Felder   und   Wälder.   Es   ist   ein herrlicher   Weg.   Die   Häuser   des   Ortes   stehen   am   Bach entlang     und     die     Gemeinde     zählt     z.Z.     ca.     117 Einwohner. Reichardtsdorf   soll   nach   einer   Sage   seinen   Namen   von dem    ersten    Ansiedler    erhalten    haben,    dem    Schäfer „Richardis“.   Er   hatte   im   12.   Jahrhundert   die   Aufgabe, 500    Schafe    für    die    ungarische    Königin    Elisabeth    als Geschenk   nach   Eisenach   zu   bringen.   Das   dauerte   ein paar   Jahre,   und   so   kam   er   auch   bei   seiner   Wanderung durch   den   Goldgrund.   Weil   es   ihm   hier   gefiel   und   die Schafe   sich   nach   dieser   langen   Zeit   ziemlich   vermehrt hatten,   ließ   er   sich   nach   der   Erledigung   seiner   Aufgabe in   dieser   schönen   fruchtbaren   Gegend   nieder.   Weitere Menschen   siedelten   sich   an   und   sie   bauten   auch   eine kleine   Kirche.   Vieles   davon   wurde   im   30-jährigem   Krieg vernichtet,   obwohl   die   Reste   des   Gotteshauses   noch vor    50    Jahren    zu    erkennen    waren.    Man    nannte    die Siedlung    „Wüstenkirche“.    Die    Voigte    von    Weida    und Plauen     hatten     dem     Kloster     von     Lausnitz     großen Schaden   zugefügt.   So   übereigneten   sie   1259   die   Kirche und   die   Pfarrei   im   Raum   Reichardtsdorf   dem   Kloster. Auf   Anraten   desselben   kauften   in   der   Folgezeit   Pfarrer aus       der       Umgebung       des       Klosters       Güter       in Reichardtsdorf.   So   ging   der   Ort   allmählich   in   den   Besitz des Klosters „Mariastein“ in Lausnitz über. 1259      wurde      Reichardtsdorf      erstmals      urkundlich erwähnt,    obwohl    das    Gebiet    bereits    in    der    Steinzeit besiedelt    war.    Das    beweisen    Funde.    Reichardtsdorf gehörte   zum   wettinischen   Kreisamt   Eisenberg,   welches aufgrund   mehrerer   Teilungen   im   Lauf   seines   Bestehens unter       der       Hoheit       verschiedener       Ernestinischer Herzogtümer   stand.   1826   kam   der   Ort   mit   dem   Südteil des   Kreisamts   Eisenberg   und   der   Stadt   Eisenberg   vom Herzogtum   Sachsen-Gotha-Altenburg   zum   Herzogtum Sachsen-Altenburg.   Ab   1920   gehörte   er   zum   Freistaat Thüringen. Noch    im    16.    Jahrhundert    besaß    die    Gemeinde    eine eigene    Pfarrei    und    hatte    zwei    Filialien,    Grüna    und Stübnitz.    Als    1559    der    hiesige    Pfarrer    starb,    wurde Reichardtsdorf    nach    Rüdersdorf    gewiesen.    Trotzdem wuchs   das   Vermögen   der   Kirche   von   Jahr   zu   Jahr,   und so    legte    man    1840    den    Grundstein    für    ein    neues Gotteshaus,    dessen    Einweihung    am    13.    November 1843   stattfand.   Die   Kirche   und   die   Schule   liegen   auf einem   Hügel   und   sind   nach   der   Straße   mit   einer   Mauer eingefasst.    1841    zählte    die    Gemeinde    16    Häuser einschließlich    der    Schule,    der    Rauchmühle    und    des Chausseehauses   (Gaststätte   „Blaues   Veilchen“)   und   75 Einwohner   in   12   Haushaltungen.   Der   Schulbau   ist   1855 errichtet   worden.   Bis   1800   besuchten   die   Kinder   die Schule    in    Rüdersdorf.    Wegen    der    Entfernung    kaufte man   im   Ort   ein   altes   Gebäude,   richtete   es   als   Schule ein   und   nahm   1831   wesentliche   Reparaturen   vor.   Als es    später    abbrannte,    entschloss    man    sich    für    einen Neubau: das heutige Gebäude. Ein   großes   Ereignis   für   den   Ort   war   1910   der   Besuch des   Herzogs   Ernst   II.   von   Sachsen-Altenburg,   da   der Ort    zu    Altenburg    gehörte.    1939    wurde    die    Schule aufgelöst,    seit    dieser    Zeit    gehen    die    Kinder    zum Unterricht in die Köstritzer Schule.  Im   Januar   1994   wurde   Reichardtsdorf   in   Bad   Köstritz eingemeindet.     Olaf     Ludwig ,     der     erfolgreiche     Rad- sportler, ist in diesem Dorf aufgewachsen. Quelle: Heimatblätter Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V und Wikipedia 

Lage des Ortes:

Reichardtsdorf    (224    m    ü.NN)    liegt    westlich    von    Bad Köstritz   etwas   abseits   von   der   Landstraße   1075   von   Bad Köstritz      hinauf      nach      Bad      Klosterlausnitz.      Die Gemarkung   des   Dorfes   liegt   in   einem   kleinen   Tal   am Westhang     der     Elsterniederung.     Danach     folgen     die Wälder   um   Tautenhain   und   etwas   entfernter   von   Bad Klosterlausnitz.  Quelle: Wikipedia

Kirche zu Reichardtsdorf:

Kirche in Reichardtsdorf
Die    Dorfkirche    Reichardtsdorf    steht    im    Ortskern    auf einem    kleinen    Hügel.    1414    wurde    der    Pfarrer    zu Richerstorff    genannt,   so   dass   von   der   Existenz   eines Gotteshauses   ausgegangen   werden   kann.   Die   nächste Kirche    wurde    im    16.    Jahrhundert    mit    einer    eigenen Pfarrei   genannt.   Bei   einer   Kirchenvisitation   1529   wurde die Dorfkirche erwähnt. 1822    besaß    die    Dorfkirche    zwei    Glocken    und    erhielt später   eine   dritte,   was   zur   Folge   hatte,   dass   die   Glocken zu   schwer   für   den   Kirchturm   waren,   so   dass   zunächst der    Bau    eines    neuen    Turms    beschlossen    wurde.    Es wurde   jedoch   ein   neues   Kirchengebäude   mit   Turm   auf einem   neu   gekauften   Grundstück   gebaut,   zu   dem   am 29.    Juni    1840    der    Grundstein    gelegt    wurde.    Am    13. November   1843   wurde   der   Kirchenbau   im   romanischen Stil    mit    einem    stattlichen    Turm    auf    der    Westseite eingeweiht. Der   Begräbnisplatz   wurde   nördlich   der   Kirche   angelegt. Am    6.    Dezember    1874    waren    der    Neubau    und    die Neuanlage      des      Begräbnisplatzes      vollendet.      Die Vorgängerkirche wurde abgerissen Quelle: Wikipedia

Interessantes zu Reichardtsdorf:

Vom Reihenschank zur Gaststätte „Zum Eleonorental“ Das   Recht,   im   Dorfe   Bier   zu   brauen,   reicht   sicher   weit   in das    Mittelalter    zurück.    Die    erste    offizielle    Nachricht erscheint   in   der   Chronik   durch   einen   Streitfall   aus   dem Jahre    1714.    In    einer    Gerichtsverhandlung    wurde    der „Reihenschank“    neu    festgelegt    und    zwar:    Auf    dem Grund    und    Boden    von    Misselwitz    stand    ein    kleines Brauhaus.    Es    durfte    weiterhin    den    Brauzins    erheben und   hatte   zu   regeln,   dass   die   13   Familien   der   Reihe nach   8   Tage   brauen   und   14   Tage   Bier   ausschenken durften.       1860       erwarb       Karl       Hotzelmann       den „Reihenschank“        für        15        Taler.        Eine        neue Konzessionsurkunde    des    Amtes    Roda    brachte    1866 eine     Neuregelung     für     die     Schankkonzession.     Herr Traugott   Kraft   erhielt   damit   als   erster   die   Genehmigung zum   Brauen   und   Ausschänken   von   Getränken.   Durch den   Zugang   weiterer   Familien   und   Wanderer,   aber   auch durch    die    Studenten    des    Köstritzer    Settegast-Instituts schien     die     Errichtung     eines     Gasthauses     durchaus lohnend        und        angebracht.        So        ergriff        der Schuhmachermeister   Franz   Plötner   1888   die   Initiative, baute   am   Eingang   des   Ortes   auf   einer   Wiese   ein   Haus mit     einem     Gastraum     und     bewarb     sich     um     die Schankrechte.   Das   Amt   in   Roda   stimmte   dem   unter   der Bedingung    zu,    dass    er    in    nächster    Zeit    ein    neues Gasthaus   errichten   würde.   So   baute   Plötner   1891/92   ein neues   Eigenheim   mit   zwei   Gasträumen   im   Parterre   und im    Obergeschoss    einen    Tanzsaal.    Trotzdem    hatte    er eine      Konkurrenz      mit      seinem      Gasthaus      „Zum Eleonorental“:   das   Chausseehaus   „Blaues   Veilchen“      an der   Köstritz-Tautenhainer   Straße,   denn   es   steht   nämlich auf Reichardtsdorfer Flur. Nach   dem   1.   Weltkrieg   fügte   ein   Feuer   dem   Gebäude am    Goldbach    schweren    Schaden    zu.    Mit    viel    Mühe wurde   alles   wieder   aufgebaut.   Im   ersten   Obergeschoss entstanden   aber   Fremdenzimmer   und   Wohnräume   und gegenüber   der   Gaststätte   als   separates   Gebäude   ein kleiner Tanzsaal. Leider    ist    diese    traditionsreiche    Gaststätte    zur    Zeit geschlossen.
Der Goldbach und das Gold Es   wird   erzählt,   dass   man   im   Quellgebiet   des   Baches vor     einigen     hundert     Jahren     kleine     Goldkörnchen gefunden   hat,   die   kaum   beachtet   und   vielleicht   auch   als Talisman   verschenkt   worden   sind.   Die   Kunde   aber   lief schnell    von    Mund    zu    Mund    und    so    wurden    in    den Kieselablagerungen   des   Quellgebiets   kleinere   Mengen Gold herausgewaschen. Als   Kaiser   Karl   V.   im   16.   Jahrhundert   an   die   Türken Münzen   aus   Gold   zahlen   musste,   später   Türkenmünzen genannt,    ließ    er    solche    überall    aufkaufen:    auch    das Gold,    was    hier    gefunden    worden    war.    Jahrhunderte später erzählte man sich hier folgende Geschichte: Zwei   Brüdern   aus   Reichardtsdorf   mit   Namen   Bergner vertraute    man    ein    Fass    mit    diesen    Münzen    an.    Als Fuhrunternehmer       sollten       sie       es       nach       Berlin transportieren,   obwohl   sie   den   Inhalt   des   Fasses   nicht kannten.   Unterwegs   stand   mitten   in   der   Nacht   der   eine auf   und   schlug   den   Boden   aus   dem   Fass.   Der   andere erwachte,   sie   sahen   den   Inhalt,   und   die   Gier   bei   beiden war   sofort   groß.   Sie   fingierten   einen   Überfall   und   erst beim   Verkauf   der   Münzen   nach   2   Jahren   wurden   sie gestellt   und   verhaftet,   einer   in   Moabit,   der   andere   in Eisenberg.    Und    das    Gold?    Sie    hatten    es    in    kleinen Behältern   an   verschiedenen   Orten   versteckt;   doch   nicht alles wurde gefunden. Es   klingt   wie   eine   Sage,   aber:   Nach   dem   Krieg   waren durch   Munitionssprengungen   angrenzende   Wälder   total verbrannt     und     mussten     gerodet     werden.     Bei     der Wiederaufforstung    in    der    Nähe    von    Reichardtsdorf wurden   Gräben   gezogen   und   dabei   stieß   ein   Arbeiter mit   seiner   Hacke   auf   einen   Behälter   mit   Gold.   Der   Inhalt waren geprägte Münzen. Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V., Rudolf Schmalfuß

Reichardtsdorf in Bildern:

Vereine in Reichardtsdorf:

Traditionsverein    Marion Scheffel    036605 85709