© HOV-BK e.V. 2018
Herzlich Willkommen
Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz e.V.
Pohlitz
Pohlitz liegt östlich der Stadt Bad Köstritz, am Fluß „Weiße Elster“, am Fuß und Hang der Elsterauen Osthänge.

Zur Geschichte des Ortes:

Ur-   und   frühgeschichtliche   Funde   lassen   bereits   den   Schluss   zu,   dass   in   der   Pohlitzer Flur    zumindest    seit    dem    Neolithikum    eine    Siedlung    bestanden    haben    könnte. Besonders    die    aufgefundenen    Bestattungen,    die    zu    einer    frühen    Friedhofsanlage gehören    dürften,    stützen    diese   Annahme.   Auch    die    in    der    Nähe    des    Dorfteiches erhaltene   Bebauung   könnte   auf   einen   Anger   als   Siedlungskern   hindeuten,   der   erst später   entlang   der   Dorfstraße   zum   früheren   Rittergut   und   darüber   hinaus   erweitert wurde. Heute ist die Dorfanlage in großen Teilen als Straßendorf anzusprechen. Erstmals   wird   der   Ort   dann   am   23.   Mai   1364   in   einer   Urkunde   genannt.   Mit   diesem Rechtsakt   wird   das   Haus   Langenberg   nebst   Zubehör   von   den   Vögten   von   Plauen   an die   Vögte   von   Gera   verpfändet.   Unter   den   zugehörigen   Dörfern,   die   in   der   Urkunde aufgezählt   werden,   wird   auch   der   Ort   „Palicz“,   das   heutige   Pohlitz   erstmals   schriftlich erwähnt. Territorial   gehörte   Pohlitz   damit   zum   Gebiet   der   Vögte   von   Gera,   deren   Nachfolger später    bis    zur    Beseitigung    der    Monarchien    durch    die    Novemberrevolution    das Fürstentum Reuß jüngere Linie (Reuß j.L.) wurde. Das   kleine   Rittergut   war   ursprünglich   im   Besitz   der   Vögte   von   Gera,   die   es   1479   an Caspar    von    Etzdorf    verkauften.    Von    den    Herren    von    Etzdorf    gelangte    es    im    16. Jahrhundert   an   die   Herren   von   Wolframsdorf   und   Ende   des   17.   Jahrhunderts   wurde der Ort Teil der Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich   gehörte   Pohlitz   bis   zur   Reformation   als   Filial   zu   Caaschwitz   und   wurde danach   der   Kirche   in   Langenberg   unterstellt.   Heute   wird   Pohlitz   vom   Pfarramt   in Köstritz mit betreut. Nachweislich gab es seit 1568 eine Schule in Pohlitz. Über   viele   Jahrhunderte   war   der   Ort   ein   Bauerndorf,   die   Einwohner   verdienten   ihren   Lebensunterhalt   fast   ausschließlich   durch   die   Landwirtschaft.   Erst   ab   der   Mitte   des   19.   Jahrhunderts   trat   mit   der Anbindung   an die   Eisenbahnlinie   Gera   –   Weißenfels   (später   Gera   –   Zeitz   –   Leipzig)   und   der   Ansiedlung   von   Saline   und   chemischer   Fabrik   Heinrichshall   eine   Veränderung   ein.   In   deren   Gefolge   nahmen   zahlreiche   Arbeiter, Handwerker und Angestellte ihren Wohnsitz in Pohlitz. Das Ortsbild und die sozialen Strukturen veränderten sich nachhaltig. Die Einwohnerzahlen waren lange Zeit relativ konstant und wurden Ende des 18. Jahrhunderts mit 170 in 29 Häusern (ohne Vorwerk, Kirche und Schule) angegeben. Um   1850   wird   über   den   Ort   geschrieben:   „Das   ganze   Dorf   besteht   aus   dem   …   Rittergütchen,   12   Pferdegütern,   7   Handgütern,   12   Häuslern,   1   Gemeindehaus,   1   Hirtenhaus,   aus   der   ehemaligen   Försterwohnung und   der   Schulwohnung,   also   36   Wohnhäusern,   in   welchen   gegenwärtig   213   Personen   wohnen“.   G.   Brückner   berichtet   1871   in   seiner   Volks-   und   Landeskunde   für   das   Fürstentum   Reuß   j.L.,   dass   unter   Einschluss von   Bahnhof,   Saline   und   chemischer   Fabrik   Pohlitz   aus   3   Kommunalgebäuden   und   41   Privathäusern   mit   21   Scheunen   besteht.   Damals   lebten   hier   in   71   Familien   345   Einwohner.   Die   Einwohnerzahlen   entwickelten sich von 467 (1891) über 700 (1915), 730 (1926) bis zu 1063 (1939, einschließlich 140 Saarländer). Die Ortsflur hatte einen Flächeninhalt von ca. 380 ha. Wichtige   Ereignisse   aus   der   Ortsgeschichte   waren   vor   allem   die   Heimsuchungen   durch   plündernde   Soldaten   während   des   30jährigen   Krieges.   1641   wütete   die   Pest   im   Ort. Am   22.03.1723   legte   ein   großes   Feuer fast den ganzen Ort, einschließlich der Schule und der Kirche in Schutt und Asche. Weitere große Brände waren 1780, 1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit   wurde   Pohlitz   in   naturwissenschaftlichen   Kreisen   durch   den   Meteoriten bekannt,   der   am   13.10.1819   auf   dem   Rothe´schen   Feld   einschlug.   Selbst   der   Geheimrat   Goethe interessierte sich für den Stein. Heute sind Teile des Meteoriten weltweit in großen naturwissenschaftlichen Sammlungen vertreten. Über   die   Organisation   und   die   Verwaltung   der   Gemeindeangelegenheiten   gibt   erstmals   ein   im   Jahr   1659   durch   den Amtmann   in   Gera,   Oswaldt   Leupoldt   ausgestellter   Gemeindebrief Auskunft.   Im   Detail   werden   hier die Aufgaben des Gemeindeschulzen, die Rechnungslegung, das Gemeindebier, das Reinigen der Brunnen, der Puppenzins, die Feuerschau, die Nutzung des Baches oder der Gemeindewiesen geregelt. Erst   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Gemeindeordnung   im   Fürstentum   Reuß   j.L.   am   13.02.   1850   erfolgte   eine   grundsätzliche   Neuordnung   der   rechtlichen   Grundlagen.   Nunmehr   regelten   neben   dem   Bürgermeister (Gemeindevorstand)   eine   gewählte   Gemeindevertretung   (Gemeinderat)   alle   kommunalpolitischen   Angelegenheiten.   1861   wurden   diese   grundsätzlichen   Bestimmungen   durch   ein   Ortsstatut   für   die   Gemeinde Pohlitz ergänzt. Am   01.09.1923   wurde   die   Gemeinde   Pohlitz   auf   der   Grundlage   des   Kreiseinteilungsgesetzes   zwangsweise   nach   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Letztlich   hatte   diese   Eingemeindung   vorerst   keinen   längeren   Bestand, denn bereits am 01.08.1924 wurde sie wieder rückgängig gemacht. Allerdings   erfolgte   ca.   20   Jahre   später   nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieges   durch   die   amerikanische   Besatzungsmacht   das   endgültige   Ende   der   politischen   Selbständigkeit.   Durch   Gesetz   des   Landes   Thüringen wurde diese Eingemeindung 1946 rückwirkend zum 26.05.1945 endgültig bestätigt. Nach 1990 erhielt Pohlitz durch einen Ortschaftsrat und einen Ortsbürgermeister ein Mitbestimmungsrecht in Angelegenheiten des Köstritzer Stadtteils. Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz, 2014

Der Ortsname und seine Deutung

Der Ortsname Pohlitz, 1364 als   P a l i c z , 1393 als   P o l i c z , P a l i c e  und  P o l i t z  bezeugt, stammt entweder vom südslawischen   p o l e  =  Feld, Ebene oder  bezogen auf  P a l i c z  vom altslawischen  p a l i t i   =  brennen, d.h. den Wald durch Abbrennen zum Schwinden bringen, ab. Pohlitz, im Volksmunde „Pulz“, gehörte mit weiteren Dörfern der Umgebung zu den alten Amts- und Küchendörfern der Herrschaft Gera, die seit der sorbischen Zeit, Spann- und Handfrone für die Landesherrschaft in Tinz, Gera und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz, das reußische Nizza, ist der wärmste Ort im früheren reußischen Unterlande, liegt am Ausgang des Borntales zur Elsteraue und steigt von der Elstertalsohle nach dem dortigen Weinberg sacht an. Der Kranz, der den Ort umgebenden Berge (bis 296 m) im Norden und Osten (Pöhle, Vieberg, Weinberg, Robener- und Pönigsberg) sowie die Talsohle im Westen und Süden machen die Lage des Ortes mild, gesund und angenehm. Der geologische Untergrund (Zechstein und Auelehm) aber tut ein Übriges zur günstigen Bodenkultur seiner Flur, seines Feld- und Obstbaues, der Kalkwerke und seiner stattlichen Gärtnereien. Quelle: E.P. Kretschmer, Gera - Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung
Blick auf Pohlitz von Dürrenberg aus Pohlitzer Meteorit Pohlitzer Meteorit

Pohlitz in Bildern

Publikationen

Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz - 2014

Zur Schulgeschichte in Pohlitz - 2012

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Pohlitz aktuell - Oster-Dekoration 2018

Pohlitzer Frauenverein e.V. Marlies Jakat 036605 84734 Rassegeflügelzuchtverein Bad Köstritz Pohlitz e.V. Wolfgang Soroka 036605 907414
Pohlitzer Maibaumsetzer e.V.							Frank Modes				0151 40337038

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Pohlitz aktuell - Oster-Dekoration 2018

Ur-    und    frühgeschichtliche    Funde    lassen    bereits    den Schluss   zu,   dass   in   der   Pohlitzer   Flur   zumindest   seit dem     Neolithikum     eine     Siedlung     bestanden     haben könnte.   Besonders   die   aufgefundenen   Bestattungen,   die zu   einer   frühen   Friedhofsanlage   gehören   dürften,   stützen diese   Annahme.   Auch   die   in   der   Nähe   des   Dorfteiches erhaltene     Bebauung     könnte     auf     einen     Anger     als Siedlungskern    hindeuten,    der    erst    später    entlang    der Dorfstraße   zum   früheren   Rittergut   und   darüber   hinaus erweitert    wurde.    Heute    ist    die    Dorfanlage    in    großen Teilen als Straßendorf anzusprechen. Erstmals   wird   der   Ort   dann   am   23.   Mai   1364   in   einer Urkunde   genannt.   Mit   diesem   Rechtsakt   wird   das   Haus Langenberg   nebst   Zubehör   von   den   Vögten   von   Plauen an     die     Vögte     von     Gera     verpfändet.     Unter     den zugehörigen    Dörfern,    die    in    der    Urkunde    aufgezählt werden, wird auch der Ort „Palicz“, das heutige Pohlitz erstmals schriftlich erwähnt. Territorial   gehörte   Pohlitz   damit   zum   Gebiet   der   Vögte   von   Gera,   deren   Nachfolger   später   bis   zur   Beseitigung   der   Monarchien   durch   die Novemberrevolution das Fürstentum Reuß jüngere Linie (Reuß j.L.) wurde. Das   kleine   Rittergut   war   ursprünglich   im   Besitz   der   Vögte   von   Gera,   die   es   1479   an   Caspar   von   Etzdorf   verkauften.   Von   den   Herren   von   Etzdorf gelangte    es    im    16.    Jahrhundert    an    die    Herren    von    Wolframsdorf    und    Ende    des    17.    Jahrhunderts    wurde    der    Ort    Teil    der    Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich   gehörte   Pohlitz   bis   zur   Reformation   als   Filial   zu   Caaschwitz   und   wurde   danach   der   Kirche   in   Langenberg   unterstellt.   Heute   wird   Pohlitz vom Pfarramt in Köstritz mit betreut. Über    viele    Jahrhunderte    war    der    Ort    ein    Bauerndorf,    die    Einwohner    verdienten    ihren    Lebensunterhalt    fast    ausschließlich    durch    die Landwirtschaft.   Erst   ab   der   Mitte   des   19.   Jahrhunderts   trat   mit   der   Anbindung   an   die   Eisenbahnlinie   Gera   –   Weißenfels   (später   Gera   –   Zeitz   Leipzig)   und   der   Ansiedlung   von   Saline   und   chemischer   Fabrik   Heinrichshall   eine   Veränderung   ein.   In   deren   Gefolge   nahmen   zahlreiche Arbeiter,   Handwerker   und   Angestellte   ihren   Wohnsitz   in   Pohlitz.   Das   Ortsbild   und   die   sozialen   Strukturen   veränderten   sich   nachhaltig.   Die Einwohnerzahlen   waren   lange   Zeit   relativ   konstant   und   wurden   Ende   des   18.   Jahrhunderts   mit   170   in   29   Häusern   (ohne   Vorwerk,   Kirche   und Schule) angegeben. Um 1850 wird über den Ort geschrieben: „Das ganze Dorf besteht aus dem … Rittergütchen, 12 Pferdegütern, 7 Handgütern, 12 Häuslern, 1   Gemeindehaus,   1   Hirtenhaus,   aus   der   ehemaligen   Försterwohnung   und   der   Schulwohnung,   also   36   Wohnhäusern,   in   welchen   gegenwärtig 213   Personen   wohnen“.   G.   Brückner   berichtet   1871   in   seiner   Volks-   und   Landeskunde   für   das   Fürstentum   Reuß   j.L.,   dass   unter   Einschluss   von Bahnhof,   Saline   und   chemischer   Fabrik   Pohlitz   aus   3   Kommunalgebäuden   und   41   Privathäusern   mit   21   Scheunen   besteht.   Damals   lebten   hier in   71   Familien   345   Einwohner.   Die   Einwohnerzahlen   entwickelten   sich   von   467   (1891)   über   700   (1915),   730   (1926)   bis   zu   1063   (1939, einschließlich 140 Saarländer). Die Ortsflur hatte einen Flächeninhalt von ca. 380 ha. Wichtige   Ereignisse   aus   der   Ortsgeschichte   waren   vor   allem   die   Heimsuchungen   durch   plündernde   Soldaten   während   des   30jährigen   Krieges. 1641   wütete   die   Pest   im   Ort.   Am   22.03.1723   legte   ein   großes   Feuer   fast   den   ganzen   Ort,   einschließlich   der   Schule   und   der   Kirche   in   Schutt   und Asche. Weitere große Brände waren 1780, 1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit   wurde   Pohlitz   in   naturwissenschaftlichen   Kreisen   durch   den   Meteoriten bekannt,   der   am   13.10.1819   auf   dem Rothe´schen   Feld   einschlug.   Selbst   der   Geheimrat   Goethe   interessierte   sich   für den     Stein.     Heute     sind     Teile     des Meteoriten weltweit in großen naturwissenschaftlichen Sammlungen vertreten. Über   die   Organisation   und   die   Verwaltung   der   Gemeindeangelegenheiten   gibt   erstmals   ein   im   Jahr   1659   durch   den   Amtmann   in   Gera,   Oswaldt Leupoldt   ausgestellter   Gemeindebrief   Auskunft.   Im   Detail   werden   hier   die   Aufgaben   des   Gemeindeschulzen,   die   Rechnungslegung,   das Gemeindebier, das Reinigen der Brunnen, der Puppenzins, die Feuerschau, die Nutzung des Baches oder der Gemeindewiesen geregelt. Erst   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Gemeindeordnung   im   Fürstentum   Reuß   j.L.   am   13.02.   1850   erfolgte   eine   grundsätzliche   Neuordnung   der rechtlichen   Grundlagen.   Nunmehr   regelten   neben   dem   Bürgermeister   (Gemeindevorstand)   eine   gewählte   Gemeindevertretung   (Gemeinderat) alle   kommunalpolitischen   Angelegenheiten.   1861   wurden   diese   grundsätzlichen   Bestimmungen   durch   ein   Ortsstatut   für   die   Gemeinde   Pohlitz ergänzt. Am   01.09.1923   wurde   die   Gemeinde   Pohlitz   auf   der   Grundlage   des   Kreiseinteilungsgesetzes   zwangsweise   nach   Bad   Köstritz   eingemeindet. Letztlich   hatte   diese   Eingemeindung   vorerst   keinen   längeren   Bestand,   denn   bereits   am   01.08.1924   wurde   sie   wieder   rückgängig   gemacht. Allerdings   erfolgte   ca.   20   Jahre   später   nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieges   durch   die   amerikanische   Besatzungsmacht   das   endgültige   Ende   der politischen   Selbständigkeit.   Durch   Gesetz   des   Landes   Thüringen   wurde   diese   Eingemeindung   1946   rückwirkend   zum   26.05.1945   endgültig bestätigt. Nach   1990   erhielt   Pohlitz   durch   einen   Ortschaftsrat   und   einen   Ortsbürgermeister   ein   Mitbestimmungsrecht   in   Angelegenheiten   des   Köstritzer Stadtteils. Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz - 2014

Zur Geschichte des Ortes

Pohlitz liegt östlich der Stadt Bad Köstritz, an der Weißen Elster, am Fuß und Hang der Elsterauen Osthänge
Meteorit von Pohlitz Meteorit von Pohlitz

Der Ortsname und seine Deutung

Der Ortsname Pohlitz, 1364 als   P a l i c z , 1393 als   P o l i c z , P a l i c e  und  P o l i t z  bezeugt, stammt entweder vom südslawischen   p o l e  =  Feld, Ebene oder bezogen auf  P a l i c z  vom altslawischen  p a l i t i   =  brennen, d.h. den Wald durch Abbrennen zum Schwinden bringen, ab. Pohlitz, im Volksmunde „Pulz“, gehörte mit weiteren Dörfern der Umgebung zu den alten Amts- und Küchendörfern der Herrschaft Gera, die seit der sorbischen Zeit, Spann- und Handfrone für die Landesherrschaft in Tinz, Gera und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz, das reußische Nizza, ist der wärmste Ort im früheren reußischen Unterlande, liegt am Ausgang des Borntales zur Elsteraue und steigt von der Elstertalsohle nach dem dortigen Weinberg sacht an. Der Kranz, der den Ort umgebenden Berge (bis 296 m) im Norden und Osten (Pöhle, Vieberg, Weinberg, Robener- und Pönigsberg) sowie die Talsohle im Westen und Süden machen die Lage des Ortes mild, gesund und angenehm. Der geologische Untergrund (Zechstein und Auelehm) aber tut ein Übriges zur günstigen Bodenkultur seiner Flur, seines Feld- und Obstbaues, der Kalkwerke und seiner stattlichen Gärtnereien. Quelle: E.P. Kretschmer, Gera - Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung

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Pohlitz aktuell - Oster-Dekoration 2018

Ur-   und   frühgeschichtliche   Funde   lassen   bereits den    Schluss    zu,    dass    in    der    Pohlitzer    Flur zumindest    seit    dem    Neolithikum    eine    Siedlung bestanden      haben      könnte.      Besonders      die aufgefundenen   Bestattungen,   die   zu   einer   frühen Friedhofsanlage    gehören    dürften,    stützen    diese Annahme.   Auch   die   in   der   Nähe   des   Dorfteiches erhaltene   Bebauung   könnte   auf   einen   Anger   als Siedlungskern   hindeuten,   der   erst   später   entlang der     Dorfstraße     zum     früheren     Rittergut     und darüber    hinaus    erweitert    wurde.    Heute    ist    die Dorfanlage     in     großen    Teilen     als     Straßendorf anzusprechen. Erstmals   wird   der   Ort   dann   am   23.   Mai   1364   in   einer   Urkunde   genannt.   Mit   diesem   Rechtsakt   wird   das   Haus   Langenberg nebst   Zubehör   von   den   Vögten   von   Plauen   an   die   Vögte   von   Gera   verpfändet.   Unter   den   zugehörigen   Dörfern,   die   in   der Urkunde aufgezählt werden, wird auch der Ort „Palicz“, das heutige Pohlitz erstmals schriftlich erwähnt. Territorial    gehörte    Pohlitz    damit    zum    Gebiet    der    Vögte    von    Gera,    deren    Nachfolger    später    bis    zur    Beseitigung    der Monarchien durch die Novemberrevolution das Fürstentum Reuß jüngere Linie (Reuß j.L.) wurde. Das   kleine   Rittergut   war   ursprünglich   im   Besitz   der   Vögte   von   Gera,   die   es   1479   an   Caspar   von   Etzdorf   verkauften.   Von den   Herren   von   Etzdorf   gelangte   es   im   16.   Jahrhundert   an   die   Herren   von   Wolframsdorf   und   Ende   des   17.   Jahrhunderts wurde der Ort Teil der Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich   gehörte   Pohlitz   bis   zur   Reformation   als   Filial   zu   Caaschwitz   und   wurde   danach   der   Kirche   in   Langenberg unterstellt. Heute wird Pohlitz vom Pfarramt in Köstritz mit betreut. Über   viele   Jahrhunderte   war   der   Ort   ein   Bauerndorf,   die   Einwohner   verdienten   ihren   Lebensunterhalt   fast   ausschließlich durch   die   Landwirtschaft.   Erst   ab   der   Mitte   des   19.   Jahrhunderts   trat   mit   der   Anbindung   an   die   Eisenbahnlinie   Gera   Weißenfels   (später   Gera   –   Zeitz   –   Leipzig)   und   der   Ansiedlung   von   Saline   und   chemischer   Fabrik   Heinrichshall   eine Veränderung   ein.   In   deren   Gefolge   nahmen   zahlreiche Arbeiter,   Handwerker   und Angestellte   ihren   Wohnsitz   in   Pohlitz.   Das Ortsbild und die sozialen Strukturen veränderten sich nachhaltig. Die   Einwohnerzahlen   waren   lange   Zeit   relativ   konstant   und   wurden   Ende   des   18.   Jahrhunderts   mit   170   in   29   Häusern (ohne Vorwerk, Kirche und Schule) angegeben. Um   1850   wird   über   den   Ort   geschrieben:   „Das   ganze   Dorf   besteht   aus   dem   …   Rittergütchen,   12   Pferdegütern,   7   Hand- gütern,   12   Häuslern,   1   Gemeindehaus,   1   Hirtenhaus,   aus   der   ehemaligen   Försterwohnung   und   der   Schulwohnung,   also   36 Wohnhäusern,    in    welchen    gegenwärtig    213    Personen    wohnen“.    G.    Brückner    berichtet    1871    in    seiner    Volks-    und Landeskunde   für   das   Fürstentum   Reuß   j.L.,   dass   unter   Einschluss   von   Bahnhof,   Saline   und   chemischer   Fabrik   Pohlitz   aus 3   Kommunalgebäuden   und   41   Privathäusern   mit   21   Scheunen   besteht.   Damals   lebten   hier   in   71   Familien   345   Einwohner. Die   Einwohnerzahlen   entwickelten   sich   von   467   (1891)   über   700   (1915),   730   (1926)   bis   zu   1063   (1939,   einschließlich   140 Saarländer). Die Ortsflur hatte einen Flächeninhalt von ca. 380 ha. Wichtige   Ereignisse   aus   der   Ortsgeschichte   waren   vor   allem   die   Heimsuchungen   durch   plündernde   Soldaten   während   des 30jährigen   Krieges.   1641   wütete   die   Pest   im   Ort. Am   22.03.1723   legte   ein   großes   Feuer   fast   den   ganzen   Ort,   einschließlich der Schule und der Kirche in Schutt und Asche. Weitere große Brände waren 1780, 1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit    wurde    Pohlitz    in    naturwissenschaftlichen    Kreisen    durch    den    Meteoriten bekannt,     der     am 13.10.1819    auf    dem    Rothe´schen    Feld    einschlug.    Selbst    der    Geheimrat    Goethe interessierte      sich für      den      Stein.      Heute      sind      Teile      des      Meteoriten      weltweit      in      großen naturwissenschaftlichen Sammlungen vertreten. Über   die   Organisation   und   die   Verwaltung   der   Gemeindeangelegenheiten   gibt   erstmals   ein   im   Jahr   1659   durch   den Amtmann   in   Gera,   Oswaldt   Leupoldt   ausgestellter   Gemeindebrief   Auskunft.   Im   Detail   werden   hier   die   Aufgaben   des Gemeindeschulzen,    die    Rechnungslegung,    das    Gemeindebier,    das    Reinigen    der    Brunnen,    der    Puppenzins,    die Feuerschau, die Nutzung des Baches oder der Gemeindewiesen geregelt. Erst   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Gemeindeordnung   im   Fürstentum   Reuß   j.L.   am   13.02.   1850   erfolgte   eine   grundsätzliche Neuordnung   der   rechtlichen   Grundlagen.   Nunmehr   regelten   neben   dem   Bürgermeister   (Gemeindevorstand)   eine   gewählte Gemeindevertretung    (Gemeinderat)    alle    kommunalpolitischen    Angelegenheiten.    1861    wurden    diese    grundsätzlichen Bestimmungen durch ein Ortsstatut für die Gemeinde Pohlitz ergänzt. Am   01.09.1923   wurde   die   Gemeinde   Pohlitz   auf   der   Grundlage   des   Kreiseinteilungsgesetzes   zwangsweise   nach   Bad Köstritz   eingemeindet.   Letztlich   hatte   diese   Eingemeindung   vorerst   keinen   längeren   Bestand,   denn   bereits   am   01.08.1924 wurde sie wieder rückgängig gemacht. Allerdings   erfolgte   ca.   20   Jahre   später   nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieges   durch   die   amerikanische   Besatzungsmacht   das endgültige   Ende   der   politischen   Selbständigkeit.   Durch   Gesetz   des   Landes   Thüringen   wurde   diese   Eingemeindung   1946 rückwirkend zum 26.05.1945 endgültig bestätigt. Nach    1990    erhielt    Pohlitz    durch    einen    Ortschaftsrat    und    einen    Ortsbürgermeister    ein    Mitbestimmungsrecht    in Angelegenheiten des Köstritzer Stadtteils. Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz - 2014

Zur Ortsgeschichte

Pohlitz liegt östlich von Bad Köstritz, an der Weißen Elster, am Fuß und Hang der Elsterauen Osthänge
Meteorit von Pohlitz Meteorit von Pohlitz

Der Ortsname und seine Deutung

Der Ortsname Pohlitz, 1364 als   P a l i c z , 1393  als   P o l i c z ,  P a l i c e  und  P o l i t z  bezeugt, stammt entweder vom südslawischen   p o l e  =  Feld, Ebene                  oder bezogen auf  P a l i c z  vom altslawischen  p a l i t i   =  brennen, d.h. den Wald durch Abbrennen zum Schwinden bringen, ab. Pohlitz, im Volksmunde „Pulz“, gehörte mit weiteren Dörfern der Umgebung zu den alten Amts- und Küchendörfern der Herrschaft Gera, die seit der sorbischen Zeit, Spann- und Handfrone für die Landesherrschaft in Tinz, Gera und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz, das reußische Nizza, ist der wärmste Ort im früheren reußischen Unterlande, liegt am Ausgang des Borntales zur Elsteraue und steigt von der Elstertalsohle nach dem dortigen Weinberg sacht an. Der Kranz, der den Ort umgebenden Berge (bis 296 m) im Norden und Osten (Pöhle, Vieberg, Weinberg, Robener- und Pönigsberg) sowie die Talsohle im Westen und Süden machen die Lage des Ortes mild, gesund und angenehm. Der geologische Untergrund (Zechstein und Auelehm) aber tut ein Übriges zur günstigen Bodenkultur seiner Flur, seines Feld- und Obstbaues, der Kalkwerke und seiner stattlichen Gärtnereien.
Quelle: E.P. Kretschmer, Gera - Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung
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Zur Schulgeschichte in Pohlitz - 2012

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Zur Geschichte des Ortes

Ur-   und   frühgeschichtliche   Funde   lassen   bereits   den   Schluss   zu, dass   in   der   Pohlitzer   Flur   zumindest   seit   dem   Neolithikum   eine Siedlung       bestanden       haben       könnte.       Besonders       die aufgefundenen        Bestattungen,        die        zu        einer        frühen Friedhofsanlage   gehören   dürften,   stützen   diese   Annahme.   Auch die   in   der   Nähe   des   Dorfteiches   erhaltene   Bebauung   könnte   auf einen Anger   als   Siedlungskern   hindeuten,   der   erst   später   entlang der    Dorfstraße    zum    früheren    Rittergut    und    darüber    hinaus erweitert   wurde.   Heute   ist   die   Dorfanlage   in   großen   Teilen   als Straßendorf anzusprechen. Erstmals   wird   der   Ort   dann   am   23.   Mai   1364   in   einer   Urkunde genannt.   Mit   diesem   Rechtsakt   wird   das   Haus   Langenberg   nebst Zubehör   von   den   Vögten   von   Plauen   an   die   Vögte   von   Gera verpfändet.   Unter   den   zugehörigen   Dörfern,   die   in   der   Urkunde aufgezählt    werden,    wird    auch    der    Ort    „Palicz“,    das    heutige Pohlitz erstmals schriftlich erwähnt. Territorial   gehörte   Pohlitz   damit   zum   Gebiet   der   Vögte   von   Gera, deren    Nachfolger    später    bis    zur    Beseitigung    der    Monarchien durch    die    Novemberrevolution    das    Fürstentum    Reuß    jüngere Linie (Reuß j.L.) wurde. Das   kleine   Rittergut   war   ursprünglich   im   Besitz   der   Vögte   von Gera,   die   es   1479   an   Caspar   von   Etzdorf   verkauften.   Von   den Herren   von   Etzdorf   gelangte   es   im   16.   Jahrhundert   an   die   Herren von   Wolframsdorf   und   Ende   des   17.   Jahrhunderts   wurde   der   Ort Teil der Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich    gehörte    Pohlitz    bis    zur    Reformation    als    Filial    zu Caaschwitz    und    wurde    danach    der    Kirche    in    Langenberg unterstellt.    Heute    wird    Pohlitz    vom    Pfarramt    in    Köstritz    mit betreut. Über    viele    Jahrhunderte    war    der    Ort    ein    Bauerndorf,    die Einwohner   verdienten   ihren   Lebensunterhalt   fast   ausschließlich durch   die   Landwirtschaft.   Erst   ab   der   Mitte   des   19.   Jahrhunderts trat   mit   der   Anbindung   an   die   Eisenbahnlinie   Gera   –   Weißenfels (später   Gera   –   Zeitz   –   Leipzig)   und   der   Ansiedlung   von   Saline und   chemischer   Fabrik   Heinrichshall   eine   Veränderung   ein.   In deren    Gefolge    nahmen    zahlreiche    Arbeiter,    Handwerker    und Angestellte    ihren    Wohnsitz    in    Pohlitz.    Das    Ortsbild    und    die sozialen Strukturen veränderten sich nachhaltig. Die    Einwohnerzahlen    waren    lange    Zeit    relativ    konstant    und wurden   Ende   des   18.   Jahrhunderts   mit   170   in   29   Häusern   (ohne Vorwerk, Kirche und Schule) angegeben. Um    1850    wird    über    den    Ort    geschrieben:    „Das    ganze    Dorf besteht   aus   dem   …   Rittergütchen,   12   Pferdegütern,   7   Hand- gütern,   12   Häuslern,   1   Gemeindehaus,   1   Hirtenhaus,   aus   der ehemaligen    Försterwohnung    und    der    Schulwohnung,    also    36 Wohnhäusern,   in   welchen   gegenwärtig   213   Personen   wohnen“. G.   Brückner   berichtet   1871   in   seiner   Volks-   und   Landeskunde   für das   Fürstentum   Reuß   j.L.,   dass   unter   Einschluss   von   Bahnhof, Saline   und   chemischer   Fabrik   Pohlitz   aus   3   Kommunalgebäuden und   41   Privathäusern   mit   21   Scheunen   besteht.   Damals   lebten hier    in    71    Familien    345    Einwohner.    Die    Einwohnerzahlen entwickelten   sich   von   467   (1891)   über   700   (1915),   730   (1926)   bis zu   1063   (1939,   einschließlich   140   Saarländer).   Die   Ortsflur   hatte einen Flächeninhalt von ca. 380 ha. Wichtige   Ereignisse   aus   der   Ortsgeschichte   waren   vor   allem   die Heimsuchungen     durch     plündernde     Soldaten     während     des 30jährigen   Krieges.   1641   wütete   die   Pest   im   Ort. Am   22.03.1723 legte   ein   großes   Feuer   fast   den   ganzen   Ort,   einschließlich   der Schule    und    der    Kirche    in    Schutt    und    Asche.    Weitere    große Brände waren 1780, 1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit   wurde   Pohlitz   in   naturwissenschaftlichen   Kreisen   durch den     Meteoriten     bekannt,     der     am     13.10.1819     auf     dem Rothe´schen    Feld    einschlug.    Selbst    der    Geheimrat    Goethe interessierte   sich   für   den   Stein.   Heute   sind   Teile   des   Meteoriten weltweit      in      großen      naturwissenschaftlichen      Sammlungen vertreten. Über    die    Organisation    und    die    Verwaltung    der    Gemeinde- angelegenheiten    gibt    erstmals    ein    im    Jahr    1659    durch    den Amtmann   in   Gera,   Oswaldt   Leupoldt   ausgestellter   Gemeindebrief Auskunft.      Im      Detail      werden      hier      die      Aufgaben      des Gemeindeschulzen,    die    Rechnungslegung,    das    Gemeindebier, das   Reinigen   der   Brunnen,   der   Puppenzins,   die   Feuerschau,   die Nutzung des Baches oder der Gemeindewiesen geregelt. Erst     mit     dem     Erlass     einer     neuen     Gemeindeordnung     im Fürstentum      Reuß      j.L.      am      13.02.      1850      erfolgte      eine grundsätzliche      Neuordnung      der      rechtlichen      Grundlagen. Nunmehr     regelten     neben     dem     Bürgermeister     (Gemeinde- vorstand)   eine   gewählte   Gemeindevertretung   (Gemeinderat)   alle kommunalpolitischen     Angelegenheiten.     1861     wurden     diese grundsätzlichen    Bestimmungen    durch    ein    Ortsstatut    für    die Gemeinde Pohlitz ergänzt. Am   01.09.1923   wurde   die   Gemeinde   Pohlitz   auf   der   Grundlage des    Kreiseinteilungsgesetzes    zwangsweise    nach    Bad    Köstritz eingemeindet.     Letztlich     hatte     diese     Eingemeindung     vorerst keinen   längeren   Bestand,   denn   bereits   am   01.08.1924   wurde   sie wieder rückgängig gemacht. Allerdings   erfolgte   ca.   20   Jahre   später   nach   dem   Ende   des   2. Weltkrieges    durch    die    amerikanische    Besatzungsmacht    das endgültige   Ende   der   politischen   Selbständigkeit.   Durch   Gesetz des     Landes     Thüringen     wurde     diese     Eingemeindung     1946 rückwirkend zum 26.05.1945 endgültig bestätigt. Nach   1990   erhielt   Pohlitz   durch   einen   Ortschaftsrat   und   einen Ortsbürgermeister   ein   Mitbestimmungsrecht   in   Angelegenheiten des Köstritzer Stadtteils.
Meteorit von Pohlitz Meteorit von Pohlitz
Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz - 2014

Ortsname und Deutung

Der Ortsname Pohlitz, 1364 als   P a l i c z , 1393  als   P o l i c z ,  P a l i c e  und  P o l i t z  bezeugt, stammt entweder vom südslawischen   p o l e  =  Feld, Ebene  oder            bezogen auf  P a l i c z  vom altslawischen p a l i t i   =  brennen, d.h. den Wald durch Abbrennen zum Schwinden bringen, ab. Pohlitz, im Volksmunde „Pulz“, gehörte mit weiteren Dör- fern der Umgebung zu den alten Amts- und Küchen- dörfern der Herrschaft Gera, die seit der sorbischen Zeit, Spann- und Handfrone für die Landesherrschaft in Tinz, Gera und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz, das reußische Nizza, ist der wärmste Ort im früheren reußischen Unterlande, liegt am Ausgang des Borntales zur Elsteraue und steigt von der Elstertalsohle nach dem dortigen Weinberg sacht an. Der Kranz, der den Ort umgebenden Berge (bis 296 m) im Norden und Osten (Pöhle, Vieberg, Weinberg, Robener- und Pönigs- berg) sowie die Talsohle im Westen und Süden machen die Lage des Ortes mild, gesund und angenehm. Der geologische Untergrund (Zechstein und Auelehm) aber tut ein übriges zur günstigen Bodenkultur seiner Flur, seines Feld- und Obstbaues, der Kalkwerke und seiner stattlichen Gärtnereien. Quelle: E.P. Kretschmer, Gera  Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung

Pohlitz aktuell  - Ostern 2018

Pohlitzer Frauenverein e.V. Marlies Jakat 036605 84734 Rassegelügelzuchtverein Bad Köstritz - Pohlitz e.V. Wolfgang Soroka 036605 907414 Pohlitzer Maibaumsetzer e.V. Frank Modes 0151 40337038
Pohlitz liegt östlich der Stadt Bad Köstritz, am Fluss Weiße Elster, am Fuß und Hang der Elsterauen Osthänge.